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| Diekirch - Grenze zwischen Gutland und Ösling. |
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Tags: Bourgmestre | Diekirch
| Magazine Echo 2008-2 | |||
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Diekirch – Gewerbezentrum und Tourismusmetropole an der Sauer Echo sprach mit dem neuen Diekircher Bürgermeister Jacques Dahm von der CSV über Gewerbe und Tourismus an der Grenze zwischen Gutland und Ösling.
Diekirch – Gewerbezentrum und Tourismusmetropole an der Sauer Echo sprach mit dem neuen Diekircher Bürgermeister Jacques Dahm von der CSV über Gewerbe und Tourismus an der Grenze zwischen Gutland und Ösling. Echo: Können Sie sich dem Leser als Bürgermeister von Diekirch kurz vorstellen?Jacques Dahm: Ich wurde 1947 in Diekirch geboren, bin verheiratet und habe 4 Kinder. Von Beruf bin ich Biologieprofessor und seit 1971 am Diekircher Gymnasium tätig. Ich ging in Diekirch zuerst auf das Gymnasium und habe 4 Jahre Universitätsstudien in Biologie absolviert, in Luxemburg, Nancy und Lüttich. Im Dezember 1989 wurde ich in den Gemeinderat gewählt. Seit dem 6ten März 2008 bin ich nun Bürgermeister von Diekirch. Wir haben hier eine von der CSV und den Grünen gebildete Mehrheit. Es gibt 13 Gemeinderäte, 5 davon von der CSV, 2 von den Grünen, 5 von der LSAP und 1 von der DP. Echo: Was ist typisch für die Gemeinde Diekirch?Jacques Dahm: Diekirch liegt an der Sauer am Fuße des Herrenbergs, der eine unseren höchsten Erhebungen ist. Wir haben hier eine relativ günstige klimatische Situation. Das hatten die Römer schon herausgefunden, denn sie hielten sich in Diekirch auf. Wir leben hier am Schnittpunkt zwischen dem Gutland und dem Ösling. Die Sauer war über lange Zeit die einzige Möglichkeit um schwere Lasten zu transportieren. Früher zogen Pferde die Schiffe. Am Schnittpunkt zwischen Norden und Süden des Landes gelegen, wurde Diekirch Distrikt- und Kantonalhauptstadt. Es gibt hier eine ganze Reihe von Behörden und Verwaltungen, wie zum Beispiel das Gericht. Dann haben wir hier noch das Lycee Classique und eine Hotelfachschule.Echo: Welche Rolle spielt der Tourismus in der Gemeinde Diekirch?Jacques Dahm: Der Tourismus wurde durch Alexis Heck begründet, einen bekannten Hotelier, der hier ein großes Hotel errichtet hatte, das in der Ardennen- Offensive bombardiert wurde. Es gibt hier ein Museum der Ardennen-Offensive. Zur der Zeit wurden noch mit Kutschen Ausflugstouren gemacht, sogar bis hin zum nahe gelegenen Mullerthal. Heutzutage gibt es in Bezug auf die Auslastung der Hotels ein kleines Problem, aber es kommen immer noch viele Touristen nach Diekirch. Echo: Was für eine Rolle spielt das Militär in Diekirch?Jacques Dahm: Wir verstehen uns gut mit der Armee. An Feiertagen gibt es hier eine Parade, wo das Militär friedlich aufmarschiert. Unter anderem werden dann die Armeeangehörigen ausgezeichnet. Bei der Muttergottesschlussprozession sowie beim Te Deum zum Nationalfeiertag sind die Soldaten auch dabei. Unsere Vereine profitieren von den sportlichen Infrastrukturen der Kaserne. Die Zusammenarbeit zwischen der Armee und Diekircher Gemeinde war bisher immer sehr gut. Echo: Was sind zur Zeit die wichtigsten Projekte in der Gemeinde Diekirch?Jacques Dahm: Zu den wichtigsten Projekten gehört der Bau der neuen Grundschule und neuer Maison-Relais. Die Kinder werden während des Tages und nach der Schule dort betreut werden. Diese wichtigen Projekte sollen im Herbst fertig sein. Dann können eine Reihe Primärschulklassen dort einziehen und ein Teil der Maison-Relais wird eröffnet. Die alte Knaben- und Mädchenschulen werden dann renoviert. Bis zum Jahre 2010 soll dieses Projekt vollständig abgeschlossen sein. Das zweite große Projekt, das wir in Angriff genommen haben, ist die neue Energiezentrale, wo Strom und Wärme für das Fernwärmesystem entstehen. Sie kostet natürlich viel Geld, weshalb andere Dinge wie der Plan für ein regionales Jugendhaus auf Eis gelegt wurden. Dies muss jetzt noch warten, weil wir mit dem Geld sonst nicht auskommen. Die Renovierung der Schulen und die Energiezentrale verschlingen trotz Fördergelder vom Staat sehr viel Geld. Die Gemeinde muss den größten Teil des Geldes bezahlen. Dann müssen wir natürlich schauen, wie es mit dem Nordstadtprojekt weiter voran geht. Diekirch und Ettelbruck sind gleichwertige Partner. Wir beschränken uns beim Bauen auf das Tal und wollen nicht die Höhenlagen verbauen, weil wir eine touristische Stadt sind. Wir wollen unser grünes und sauberes Stadtbild behalten. Deshalb beschränken unsere Neubauten sich auf die Stadt mit als Grenze rechts und links die Hügel. Ein Problem ist natürlich die Sauer. Nach starken Regenfällen steigt die Sauer aus ihrem Bett und deren Wasser steht im Park und auf den Wegen. In den 90er Jahre gab es schwere Überschwemmungen und viele Plätze lagen unter Wasser. Diese Überschwemmungszonen können nicht als Bauland benutzt werden. Echo: Wie sieht es in Diekirch mit dem Gewerbe aus?Jacques Dahm: Bekannter Betrieb ist die Diekircher Brauerei mit ihrem Bier. Dort arbeiten aber nicht mehr so viele Personen wie zu früheren Zeiten, da alles immer mehr automatisiert wird. Die Automatisierung ist kostengünstiger als neue Leute einzustellen. Das ist ein Problem unserer Zeit. Dann haben wir hier noch Astron, eine Firma, die Hallen baut. Dort sind viele Menschen beschäftigt. Es kommen viele Menschen aus der Eifel, vor allem aus dem Raum Bitburg, hierher um zu arbeiten. Trotz einer ganzen Reihe von mittelständischen Betrieben, wie zum Beispiel Anstreicher, Schreiner, Metall verarbeitende Betriebe und so weiter, fehlt es ein wenig an Restaurants und Hotellerie. Wenn wir eine touristische Ortschaft sein wollen, brauchen wir mehr davon. Die Hoteliers gehen lieber in die Hauptstadt, wo sie sicher sein können, dass ihre Hotels über das Jahr verteilt regelmäßig belegt sind. In Diekirch ist das hauptsächlich nur während der Saison der Fall, der Rest des Jahres aber eher ruhig. Echo: Was hat es mit den Diekircher Eseln auf sich?Jacques Dahm: Über die Diekircher Esel gibt es verschiedene Geschichten. Ich weiß aber nicht, welche die richtige Geschichte ist. Es heißt, die Esel hier am Diekircher Berg seien als Zug- und Tragetiere eingesetzt worden. Der Esel ist ein geduldiges Tier, das große Lasten tragen kann. Zu früheren Zeiten brauchte man daher die Esel. Es gibt natürlich auch noch andere Geschichten. Es gibt hier einen Eselverein, der alljährlich einen Karnevalsumzug zur Faschingszeit organisiert. Esel stehen als Attraktion für Touristen auf einer Wiese an der Sauer. Echo: Wie sehen Sie die Zukunft von Diekirch?Jacques Dahm: Unser großes Projekt ist die Nordstadt. Dadurch soll der hiesige ländliche Raum noch mehr in Schwung kommen. Auch der Innenminister sieht darin eine große Chance. Wir sind somit der Gegenpol zur Stadt Luxemburg und dem Süden. Die 6 Nordstadtgemeinden arbeiten sehr intensiv zusammen. In Colmar-Berg wird der neue Masterplan für die Nordstadt besprochen und weiter ausgearbeitet. Ich hoffe, dass wir dann eine Reihe Punkte realisieren können und alles nicht nur Theorie bleibt. Dann müssen wir noch versuchen die Musikschule, die momentan von Diekirch und Ettelbruck verwaltet wird, regional auszurichten. Wir müssen dafür in Diekirch besser eingerichtete Räumlichkeiten bekommen. Die Musikschule ist unser kulturelles Projekt für die unmittelbare Zukunft. Wichtig ist auch die Renovierung des Schwimmbades, welches aus den 60er Jahren stammt. Dann wäre da noch der Bau einer Tribüne im Sportstadion. Wir müssen schauen, wie wir das alles in den nächsten Jahren finanziell stemmen. Ich hoffe, dass wir ein regionales Jugendzentrum bekommen, wo die 6 Nordstadtgemeinden zusammen arbeiten können. Dessen Räumlichkeit ist bereits vorgesehen. Echo: Könnten Sie noch etwas zu den Diekircher Museen sagen?Jacques Dahm: Unsere Diekircher Museen sind eine Attraktion. Sie sind sehr bekannt und viel besucht. Wir haben im Militärmuseum eine Ausstellung über die Ardenner Offensive eingerichtet. Es gibt noch verschiedene neue Ideen dazu. Dort existieren Kellerräume, die noch unbenutzt sind. Wir schauen, wie sie genutzt werden können. Man kann sich gar nicht vorstellen, was dort noch alles an Material vorhanden ist. Dafür brauchen wir aber staatliche Unterstützung. In Diekirch soll ein neues städtisches Museum entstehen, das die geschichtliche Entwicklung der Ortschaft darstellt. Der Rohbau ist bereits fertig. Es soll ein aktives Museum werden. Im Laufe des nächsten Jahres soll das Museum fertig sein. Administration municipale
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