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Tags: Bourgmestre | Consdorf
| Magazine Echo 2008-6 | |||
Auf jeden Fall verdienen eine Reihe Bürger mit dem Tourismus Geld.
Echo sprach mit dem Consdorfer Bürgermeister Marcel Bausch über die touristisch stark vom Müllerthal geprägte Gemeinde. Auf jeden Fall verdienen eine Reihe Bürger mit dem Tourismus Geld.
Echo sprach mit dem Consdorfer Bürgermeister Marcel Bausch über die touristisch stark vom Müllerthal geprägte Gemeinde. Echo sprach mit dem Consdorfer Bürgermeister Marcel Bausch über die touristisch stark vom Müllerthal geprägte Gemeinde Echo: Können Sie sich kurz dem Leser vorstellen?Marcel BauschIch bin 52 Jahre alt, verheiratet und Vater von 3 Kindern. Ich bin nicht Mitglied in einer Partei. Beruflich bin ich Chargé de Direction des CIPA Servior Centre du Rham in Luxemburg-Stadt. Ich wohne in Consdorf und bin seit 14 Jahren im Gemeinde-und Schöffenrat und seit zwei Jahren Bürgermeister der Gemeinde. Echo: Was würden Sie als typisch für die Gemeinde Consdorf bezeichnen?Marcel BauschWir sind eine kleine ländliche Dorfgemeinde mit viel Leben. Wir haben noch relativ viele Geschäfte im Hauptort Consdorf, so beispielsweise eine Bäckerei, ein Laden, ein Postamt, Elektrogeschäft, Autoreifengeschäft, Waldund Gartengerätegeschäft, Anstreicher oder eine Mühle, die Futtermischungen herstellt. In unserer Gemeinde gibt es insgesamt noch 18 Bauernhöfe. Wir sind keine Schlafgemeinde, denn hier gibt es durchaus Aktivitäten. Natürlich verdienen verdienen die meisten Bürger ihr Geld auswärts. Typisch für unsere Gemeinde ist auch, dass wir mitten im Müllertal liegen und dort touristisch stark involviert sind. Es gibt in Consdorf und in Scheidgen 4 Hotels und Restaurants sowie 3 Campinganlagen. Die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden der Region wurde stark ausgebaut. Es gibt eine ganze Reihe gemeinsamer Aktivitäten, wie zum Beispiel Internetstuben, gemeinsame Abendkurse und natürlich touristische Projekte wie die Schaffung des regionalen Tourismusbüros ORT, Anlegen des Müllerthal- Trails, usw . An den vielfältigen Projekten von Leader Mullerthal arbeitet Consdorf sehr aktiv mit. Echo: Welche Rolle spielt der Tourismus heute in der Gemeinde Consdorf?Marcel BauschAuf jeden Fall verdienen eine Reihe Bürger mit dem Tourismus Geld. Dazu müssen natürlich auch die nötigen Kunden vorhanden sein, sei es auf den Campinganlagen oder im Hotelgewerbe. Daneben gibt es natürlich auch noch die anderen Betriebe, die auch am Tourismus verdienen, so zum Beispiel die Bäckerei, der Anstreicher, der Elektriker und andere Betriebe. Für die Gemeinde bedeutet der Tourismus natürlich eine zusätzliche Öffnung nach außen. So kommt noch mehr Leben in die Dörfer. Echo: Was waren die bedeutendsten Projekte der Gemeinde in den letzten Jahren?Marcel BauschDie bedeutendsten Projekte lagen einerseits im Umweltbereich, da wir zum Beispiel sehr viel Geld in die Erneuerung der Kläranlage und die Wasserversorgung investiert haben sowie unsere Wälder sehr naturnah betreuen. Die Schulinfrastruktur wurde durch eine Sporthalle und ein Gebäude für die „Education précoce“ verbessert. Seit September 2008 haben wir auch eine Maison Relais für 40 Kinder. In Planung sind ein Neubau für die Spielschule und eine Maison Relais für 100 Kinder. Wir versuchten an verschiedenen Plätzen Akzente zu setzen, um die Straßen und Dorfplätze attraktiver zu gestalten. Dazu gehört auch die Restauration der Kirchen. Ferner gab es interessante überregionale Projekte. Zusammen mit der Gemeinde Bech sicherten wir die Wasserversorgung. Bech hat genauso wie wir eigene Quellen. Die Wasserbehälter von Bech und Consdorf wurden miteinander verbunden. Wenn wir ein Problem mit der Wasserversorgung haben, können wir von Bech aus versorgt werden und umgekehrt. Dies wäre vor etlichen Jahren noch gar nicht denkbar gewesen. Damals war die so genannte Kirchturmpolitik noch sehr stark ausgeprägt. Das ist glücklicherweise heute nicht mehr so. Mit der Gemeinde Berdorf realisierten wir auch gemeinsame Projekte. Es wurden auch schon Überlegungen angestellt, eventuell im schulischen Bereich viel enger zusammen zu arbeiten. Diese Gespräche dauern noch an. In Junglinster wird von den Gemeinden Junglinster, Waldbillig, Bech, Berdorf und Consdorf ein gemeinsamer Recyclingpark eingerichtet. Für mich ist besonders die überregionale Zusammenarbeit wichtig. Echo: Wie sieht es in der Gemeinde Consdorf mit dem öffentlichen Personennahverkehr aus?Marcel BauschWir sind relativ gut an den öffentlichen Transport angebunden. Eine Buslinie führt über Echternach nach Luxemburg. Es gibt auch eine Buslinie Richtung Mersch und Ettelbrück. Wenn man Richtung Stadt fahren will, gibt es den Engpass in Junglinster, wo die Busse leider zu Stosszeiten relativ viel Zeit im Stau verlieren. Es gibt ein Projekt der Gemeinde Junglinster, dort eine Busspur einzurichten. Die Verbindung nach Echternach ist optimal für Schüler, die in Echternach auf das Lyzeum gehen. Alle Schulkinder, die in Consdorf zur Schule gehen, bekommen von der Gemeinde eine Jumbokarte gratis zur Verfügung gestellt. Damit kann man zum Beispiel mit dem Bus ins Schwimmbad oder in die Musikschule nach Echternach fahren. Der Schultransport der hiesigen Kinder wird über den öffentlichen Verkehr abgewickelt. Es gibt nur noch einen kleinen Gemeindebus für die kleinen Dörfer oder isolierten Höfe, wo Kinder abgeholt und zur Schule gebracht werden. Echo: Wie sieht es in der Gemeinde Consdorf mit den Infrastrukturen aus?Marcel BauschIns Wassernetz haben wir in den letzten Jahren sehr viel Geld investiert, um das ganze Wassernetz komplett zu renovieren. Vor Jahren hatten wir Probleme mit dem Wasserdruck. Alle Häuser bekommen nun Wasser mit genügend Druck geliefert. Vor Jahren bauten wir ein großes Wasserreservoir. Beim Abwasser sind wir sogar ein wenig Vorreiter. Consdorf und Scheidgen sind komplett an die neue Kläranlage angeschlossen. Breidweiler wird ab 2009 angeschlossen sein, für Colbette ist das Prokjekt in Ausführung. Sämtliche Dörfer der Gemeinde Consdorf werden somit an die zentrale Kläranlage angeschlossen. Es gibt hier in der Gegend noch keine Anbindung an die öffentliche Gasleitung. Echo: Wie sieht es mit Schulen und Feuerwehr in Consdorf aus ?Marcel BauschVor 10 Jahren wurde eine neue zentrale Feuerwehrwache eingeweiht. Davor hatten wir zwei verschiedene Wachen. Unsere neue Feuerwehrwache ist optimal eingerichtet. Mit Primärschulen sind wir gut versorgt. Die 12 Primärschulklassen sind klein gehalten, etwa 12 bis 18 Schüler pro Klasse. Die Spielschule hat 3 Klassen. Die „Education précoce“ hat 20 Schüler. Der Bau einer neuen Maison Relais mit Spielschule ist ein weiteres Projekt. Ein Architekt zeichnet schon die Pläne. In 3 Jahren müßte das Gebäude fertig sein. Bis die neue Maison Relais steht, werden wir wohl einen kleinen Versorgungsengpass bekommen. Es wird aber vielen Gemeinden so gehen, da ja eine vom Staat angekündigte, teilweise kostenlose Versorgung im Raume steht. Die Gemeinde Consdorf wünscht sich, dass die Gespräche mit Berdorf über eine engere Zusammenarbeit im schulischen Bereich weiter geführt werden. Echo: Was bietet Consdorf den Senioren als Service?Marcel BauschSeit Jahren bieten wir Essen auf Rädern an und unterstützen die häusliche Pflege. In Consdorf gibt es ein Altersheim mit 45 Betten. Es wohnen dort etliche Consdorfer Bürger, aber auch Bürger von auswärts. Wir sind weiterhin mit der Finanzierung von 6 Betten an dem neuen Seniorenzentrum Grossherzogin Josephine Charlotte in Junglinster beteiligt, das diese Woche offiziell von der Großherzogin eingeweiht wurde. So kann man sagen, dass wir als kleine Gemeinde mit 1.750 Einwohnern unseren Beitrag zur Betreuung älterer Menschen geleistet haben. In Consdorf gibt es einen dynamischen Seniorenverein, wo verschiedene regelmässige Aktivitäten organisiert werden. Wir haben überhaupt ein sehr lebendiges Vereinsleben und eine Sporthalle, von welcher der Schulsport und die Vereine profitieren. Echo: Wie sehen Sie die Zukunft von Consdorf? Marcel Bausch: Bei der letzten Gemeinderatssitzung hatten wir eine ganz interessante Diskussion. Es ging darum, ob wir dem Pacte Logement beitreten sollen oder nicht. Wir haben nach längerem Austausch einstimmig beschlossen, dem Pacte Logement nicht bei zu treten. Es ist nicht so, dass wir es nicht als wichtig erachten würden, neuen Wohnraum zu schaffen. Wir wollen aber hauptsächlich eigene Entwicklungen fördern, so wie es im IVL vorgesehen ist. Wir sind dabei, einen neuen Bebauungsplan zu entwickeln. Wir wollen eine moderate Entwicklung fortsetzen, so wie wir es vor Jahren in unserem Dorfentwicklungsplan festgehalten haben und nicht von ganz großen oder schlecht überlegten Projekten überrannt werden. Es ist auch in der Zukunft sicher, dass die Gemeinde Consdorf mit anderen Gemeinden intensiv zusammen arbeiten wird. Es gab ja schon Projekte mit Bech, mit Berdorf, Waldbillig, Junglinster, sowie mit allen 15 Gemeinden des Leader Programms Müllerthal. Wir arbeiten zur Zeit ja intensiv an dem ehrgeizigen Projekt des Naturpark Müllerthal. Echo: Wie sehen Sie die Zukunft von Consdorf?Marcel BauschBei der letzten Gemeinderatssitzung hatten wir eine ganz interessante Diskussion. Es ging darum, ob wir dem Pacte Logement beitreten sollen oder nicht. Wir haben nach längerem Austausch einstimmig beschlossen, dem Pacte Logement nicht bei zu treten. Es ist nicht so, dass wir es nicht als wichtig erachten würden, neuen Wohnraum zu schaffen. Wir wollen aber hauptsächlich eigene Entwicklungen fördern, so wie es im IVL vorgesehen ist. Wir sind dabei, einen neuen Bebauungsplan zu entwickeln. Wir wollen eine moderate Entwicklung fortsetzen, so wie wir es vor Jahren in unserem Dorfentwicklungsplan festgehalten haben und nicht von ganz großen oder schlecht überlegten Projekten überrannt werden. Es ist auch in der Zukunft sicher, dass die Gemeinde Consdorf mit anderen Gemeinden intensiv zusammen arbeiten wird. Es gab ja schon Projekte mit Bech, mit Berdorf, Waldbillig, Junglinster, sowie mit allen 15 Gemeinden des Leader Programms Müllerthal. Wir arbeiten zur Zeit ja intensiv an dem ehrgeizigen Projekt des Naturpark Müllerthal. Administration communale de Consdorf
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