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| Reisdorf - Rromantische Flusslandschaft als touristisches Kapital |
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| Magazine Echo 2008-4 | |||
Reisdorf romantische Flusslandschaft als touristisches KapitalÜber den Tourimus in der Gemeinde, Gemeindefusionen und die umfangreichen Arbeiten an der Infrastruktur der Gemeinde.
Echo: Können Sie sich den Lesern kurz vorstellen?Jean Pierre SchiltzIch bin 53 Jahre alt und bereits in der dritten Periode Bürgermeister. Seit 23 Jahren bin ich im Reisdorfer Gemeinderat. Echo: Was ist typisch für die Gemeinde Reisdorf?Jean Pierre SchiltzDer Tourismus ist für die Gemeinde Reisdorf von besonderer Wichtigkeit. Wir hatten eigentlich immer sehr viele Touristen im Ort. Deren Präsenz hat leider in der letzten Zeit ein wenig nachgelassen. Dennoch besitzt der Tourismus für unserer Gemeinde nach wie vor oberste Priorität, da Reisdorf in einer wirklich schönen Landschaft liegt. Beispielsweise fliessen die Flüße Sauer und Ernz durch die Gemeinde. Das macht die Ortschaft für Touristen sehr attraktiv. Echo: Was waren für Sie die bedeutendsten gemeindepolitischen Projekte der letzten Jahre?Jean Pierre SchiltzIn den letzten Jahren ist in der Gemeinde sehr viel verändert worden. So wurden zum Beispiel viele Straßen erneuert. Ein ganz wichtiger Punkt war die Schule. Wir hatten zuvor ein gemeinsames Schulsystem mit der Gemeinde Beaufort. Jetzt besitzen wir eine eigene Schule, die noch vergrößert wird. Eine neue Sporthalle entstand in erster Linie wegen der Schule. Es gibt im Ort auch eine Maison Relais, die noch vergrößert werden soll. Vor kurzem wurde auch mit dem Bau eines neuen Kindergarten begonnen, der direkt neben der Sporthalle gebaut wird. Echo: Wie vielen Kindern soll der neue Kindergarten Platz bieten?Jean Pierre SchiltzIn dem Gebäude wird es drei Schulsäle geben, inklusive Möglichkeit zur Erweiterung. Echo: Wie sieht es mit der Infrastruktur in Reisdorf aus?Jean Pierre SchiltzWir hatten Probleme mit der Wasserversorgung. Dieses Jahr begann die Bohrung eines neuen Brunnen. Der erste Versuch war leider fehlgeschlagen. Der zweite Versuch scheint nun zu funktionieren. Unsere Wasserversorgung ist damit zumindest für die nächsten Jahre gesichert. Als nächstes werden wir noch den Bau einer neuen Kläranlage in Angriff nehmen. Wir betreiben zwar schon gemeinsam mit der Gemeinde Bettendorf eine Kläranlage, die aber einfach zu klein wurde und deshalb vergrößert werden soll. Wegen dem Hochwasser riet man uns, einen komplett neuen Bau zu errichten. Die deutsche Gemeinde Wallendorf ist am Bau der neuen Kläranlage beteiligt. Der Bau der neuen Kläranlage soll demnächst beginnen. Der Bau wird ein großes und kostspieliges Projekt. Unsere Schulinfrastruktur funktioniert mittlerweile recht gut. Wir haben in Reisdorf natürlich Probleme mit dem Hochwasser. In den letzten Jahren gab es zum Glück keine extremen Hochwassersituationen. Trotzdem ist das ein wichtiges Thema für unsere Gemeinde. Es ist schwer, eine zufrieden stellende Lösung für dieses Problem zu finden. Echo: Wie sieht es in Reisdorf mit dem Strassenverkehr aus?Jean Pierre SchiltzDie Durchgangsstraße von Diekirch nach Echternach führt durch Reisdorf und stellt eine bedeutende Verkehrsachse dar. Wir sind somit den starken Verkehr seit jeher gewöhnt. Der Verkehr fliesst nun mal durch Reisdorf. Daran kann man nicht viel ändern. Man kann auch nicht sagen, dass der Verkehr ein extremer Störfaktor für die Bürger ist, da sie sich schon seit langem an diese Situation gewöhnt haben. Große Gemeinde Wallendorf ist am Bau der neuen Kläranlage beteiligt. Der Bau der neuen Kläranlage soll demnächst beginnen. Der Bau wird ein großes und kostspieliges Projekt. Unsere Schulinfrastruktur funktioniert mittlerweile recht gut. Wir haben in Reisdorf natürlich Probleme mit dem Hochwasser. In den letzten Jahren gab es zum Glück keine extremen Hochwassersituationen. Trotzdem ist das ein wichtiges Thema für unsere Gemeinde. Es ist schwer, eine zufrieden stellende Lösung für dieses Problem zu finden. Echo: Wie sieht es in Reisdorf mit dem Strassenverkehr aus? Jean-Pierre Schiltz: Die Durchgangsstraße von Diekirch nach Echternach führt durch Reisdorf und stellt eine bedeutende Verkehrsachse dar. Wir sind somit den starken Verkehr seit jeher gewöhnt. Der Verkehr fliesst nun mal durch Reisdorf. Daran kann man nicht viel ändern. Man kann auch nicht sagen, dass der Verkehr ein extremer Störfaktor für die Bürger ist, da sie sich schon seit langem an diese Situation gewöhnt haben. Große Schwierigkeiten gibt es diesbezüglich also nicht. Echo: Wie sieht es in Reisdorf mit dem Gewerbe aus?Jean Pierre SchiltzDie Gemeinde Reisdorf hat um die 1.000 Einwohner. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, seit wir den tausendsten Einwohner begrüßten. Es gibt hier einen Bäcker, eine Garage und kleine Handwerksbetriebe. Große Betriebe gibt es hier nicht und auch keine Industriezone, wo sich derartige Betriebe niederlassen könnten. Es gibt auch keine Planungen in dieser Richtung. Zu unserer Gemeinde gehören 4 Ortschaften, was eine ganze Menge Unkosten mit sich bringt. Wir baten daher den Staat für dieses oder jenes Projekt um finanzielle Unterstützung. Es wird uns immer nahe gelegt, dass wir eine Fusion in Betracht ziehen sollten. Es ist der Wunsch der zuständigen Instanzen und Thema von Diskussionen. Wir haben unsere Nachbargemeinden gefragt, ob sie zu Fusionsgesprächen bereit wären. Wir haben insgesamt 4 Nachbargemeinden. Die Gemeinde Tandel hat uns zu verstehen gegeben, dass eine Fusion für sie keinen Sinn ergäbe. Dann käme noch die Gemeinde Ermsdorf in Frage, welche jedoch mit der Gemeinde Medernach fusionieren wird. Dann kämen noch die Gemeinden Bettendorf und Beaufort in Frage. Diese Gemeinden waren auch an ersten Gesprächen interessiert. Der Gemeinde Bettendorf wurde aber nahe gelegt, in der Nordstadt zu bleiben, wo sie sich auch engagiert hat. Reisdorf würde dort gar nicht hin passen. Deshalb ist eine Fusion mit Bettendorf eher unwahrscheinlich. Als einzige Möglichkeit für eine Fusion bleibt deshalb die Gemeinde Beaufort, die auch diesbezügliches Interesse zeigt. Wir müssen schauen, wie es nun weiter geht. Die Gemeinde Beaufort liegt natürlich in einem anderen Distrikt. Wir gehören zum Norden. Die Gemeinde Beaufort gehört dagegen zum Osten. Dieses Problem lässt sich aber mit Sicherheit lösen. Ich persönlich bin der Meinung, dass es in den nächsten Jahren eine Fusion geben wird. Echo: Was halten Sie eigentlich allgemein von Fusionen?Jean Pierre SchiltzFusionen bieten mit Sicherheit Vorteile. Es gibt aber auch zweifelsfrei Nachteile. Der Kontakt mit dem einzelnen Bürger bleibt in einer kleinen Gemeinde überschaubar. Der Bürgermeister ist aus dem Dorf. Dies ist bei einer Fusion nicht mehr der Fall. Die Gemeinde bekommt andere Dimensionen und Kontakte werden unpersönlicher. Administrativ gesehen ist eine Fusion sicher ein Vorteil. Fusionsgemeinden erhalten ausserdem höhere Zuschüsse vom Staat. Wir arbeiten schon mit anderen Gemeinden zusammen, beispielsweise was den Verleih von Maschinen betrifft. Natürlich hat man als größere Gemeinschaft andere Möglichkeiten. Wenn die Fusionen von den zuständigen Behörden nun mal gewollt sind, muß man sich Gedanken machen, wie man das Beste daraus machen kann. Das ist ein vorgezeichneter Weg, den die Gemeinden gehen müssen und den ich persönlich auch bereit bin einzuschlagen. Echo: Was sind Ihre Projekte für die nächsten Jahre?Jean Pierre SchiltzLetzte Woche wurde mit dem Ausbaggern und der Baustelle des neuen Kindergartens angefangen. Der Bau der neuen Kläranlage wird noch in dieser Periode abgeschlossen sein. Natürlich kommen immer neue Projekte hinzu. Nach der Fertigstellung unserer Primärschule hat sich beispiels- weise herausgestellt, dass der Kindergarten vergrössert, respektiv ein neuer Kindergarten gebaut werden muss. Langfristig betrachtet muß auch die Maison Relais vergrößert werden. Wenn uns vor 20 Jahren jemand gesagt hätte, was wir in Zukunft alles benötigen würden, so hätten wir geantwortet, dass es so etwas nur in der Stadt Luxemburg oder Esch/Alzette geben würde. Es gibt immer neue Projekte, die dann von den nachfolgenden Gemeinderäten realisiert werden müssen. Egal ob allein oder in einer Fusionsgemeinde, es bleibt immer etwas zu tun. Ich bin jetzt seit 27 Jahren dabei und noch immer motiviert. Wenn ich gesund bleibe, werde ich auch bei den nächsten Wahlen wieder dabei sein. Administration communale de Reisdorf 2, place de l'EgliseL-9391 Reisdorf T: 83 62 21 F: 86 92 30 Email: commreis@pt.lu www.reisdorf.lu
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