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Ecole Nonnewisen à Esch-sur-Alzette Imprimer Envoyer

Tags: Esch

Magazine Architecture & Bâtiment 2009-102
École Nonnewisen Esch-sur-Alzette

École Nonnewisen Esch-sur-Alzette

Der Städtebau ergibt sich aus dem Wettbewerbskonzept, das ein Hotel mit öffentlicher „Structure d’accueil“ im Norden als Auftakt für das gesamte Gelände, den zentralen Platz in der Mitte sowie die Schule im Süden des Grundstücks vorsah.

École Nonnewisen Esch-sur-Alzette

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École Nonnewisen Esch-sur-Alzette

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École Nonnewisen Esch-sur-Alzette

Erläuterungen zum Entwurfsprojekt Auer+Weber+Assoziierte

Städtebau

Der Städtebau ergibt sich aus dem Wettbewerbskonzept, das ein Hotel mit öffentlicher „Structure d’accueil“ im Norden als Auftakt für das gesamte Gelände, den zentralen Platz in der Mitte sowie die Schule im Süden des Grundstücks vorsah.

Die Neubauten erstrecken sich längs der Pénétrante de Lankelz und bilden zu dieser klare Raumkanten.

So wird der für die Fußgängerverbin-dungen in Ost-West-Richtung wichti-ge Platz als Mitte des Neubaugebiets von der Straße aus eindeutig erfassbar.

Vom Platz aus werden sowohl die „Structure d’accueil im Norden als auch das Schulgebäude im Süden erschlossen.

Die Sportanlagen befinden sich im südlichen Teil des Schulgrundstücks. Sie werden von der Pénétrante de Lankelz aus erschlossen.

Das Verbindungsgebäude, im Wettbe-werb als Erweiterung konzipiert,vermit-telt zwischen den großen Baumassen des Schulgebäudes und der Sportberei-che und bildet den Rücken des Schul-hofes gegenüber der Strasse. Dadurch öffnen sich die Schul- und Sportanlagen räumlich nach Südwesten.

Die Freiflächen verzahnen sich mit den Grünflächen des Parc du Centenaire.

Dessen parkartige Bepflanzung mit Baumgruppen und die Prinzipien der Gestaltung und Regenwasserrückhal-tung werden aufgenommen.Vom Inne-ren der Gebäude ist für die wichtigsten Räume,- so von allen Klassenräumen und der Schwimmhalle - Blickbezug zu den Grünanlagen bzw.zum Park gegeben.

Die Erschließung für den Fahrverkehr erfolgt nach dem vorgegebenen Schema von der Pénétrante de Lankelz aus. Die Vorfahrt zum später zu errichtenden Hotel und die Andie-nung der „Structure d'accueil“ erfol-gen ebenfalls von dort.

Organisation Schulgebäude

Das Schulgebäude wird vom Platz aus erschlossen - über eine Halle und eine zentrales Treppenhaus erreicht man alle Raumgruppen. Die Halle bildet den Mittelpunkt der Schule und kann durch Zuschaltung des Multifunkti-onsraums für größere Veranstaltun-gen und Schulfeste genutzt werden.

Alle Klassenräume liegen nach Süden und sind zu den Freianlagen orientiert.

Die Fachklassen sind nach Norden orientiert.

Dem Werkraum ist eine Terrasse, der Bibliothek ein Lesehof zugeordnet.

Die Verwaltung liegt zentral im ersten Obergeschoß.

Hier sind Schulgebäude und Verbin-dungsbau durch einen Steg gekop-pelt, der auch eine Zugangsmöglich-keit vom Schulgebäude zum Sportkomplex herstellt.

Die Verkehrsflächen bieten hohe Auf-enthaltsqualität, die Aufweitungen der Flure ergänzen das geforderte Raumprogramm.

Die Klassenräume werden nicht bau-lich zum Flur hin abgeschlossen, ledig-lich ein multifunktionales Möbel (Gar-derobe zum Flur, Schrank zum Klassenraum) bildet den Übergang zum Flur, der Raum bleibt schall- und lüftungstechnisch offen.

So sind zeitgemäße Lehrmethoden möglich, wie im schulischen Konzept der Auslobung gefordert.

Die Möglichkeit einer nachträglichen Schließung bleibt jedoch erhalten.

Das Schulgebäude ist unterkellert, hier befinden sich die haustechnischen Anlagen für den Schulbereich und weitere Lager- und Nebenräume.

Verbindungsbau

In der Überarbeitung des Wettbewerbes wurde entschieden, alle Vorschulklassen im Verbindungsbau anzuordnen, um den Vorschulkindern ihren eigenen Bereich zu schaffen.

Drei Vorschulklassen mit eigenem Vobereich für möglichen Freiluftunter-richt liegen im Erdgeschoß des Verbindungsgebäudes und sind nach Westen orientiert.

Diese Ebene wird über direkt über den Schulhof erschlossen.

Zwei weitere Grundschulklassen befinden sich im Obergeschoß des Verbindungsbau und über den Steg direkt mit dem Schulgebäude verbunden Eben-falls im Obergeschoß, jedoch separat erschlossen, liegt die Hausmeisterwoh-nung.

Über den gemeinsamen Eingang an der Straßenseite gegenüber dem Zugang des Sportbereichs werden über eine einläufige Treppe die Grundschulklassen im Obergeschoß erschlossen.

Der Verbindungssteg zum Schulgebäude ermöglicht den Schülern den Gang von der Schule zum Sportbereich.

Sportkomplex

Der Sport- und Freizeitbereich, eine separater Baukörper, wird von der Pénétrante de Lankelz über eine gemeinsame Eingangshalle erschlossen. Dadurch wird eine separate Nut-zung des Bereichs einfach möglich.An Zugangsseite liegt auch die Bushalte-stelle, die externen Schülern direkten Zugang zum Sportbereich ermöglicht.

Sporthalle und Schwimmhalle sind durch je ein Seitenoberlicht zweiseitig natürlich belichtet. Während die um ein Geschoß abgesenkte Sporthalle ihre Hauptbelichtung von Norden erhält, öffnet sich die Schwimmhalle großzügig nach Süden und Westen zum Park.

Die Umkleidebereiche liegen übereinander zwischen den Hallenkörpern.

Eine verglaste Galerie mit Blick in die Sporthalle erschließt die Umkleiden der Schwimmhalle, zu den Umkleiden der Sporthalle führt eine einläufige Treppe in Untergeschoss.

Die Anlagen für Haustechnik des Sportbereichs sind unterhalb der Schwimmhalle angeordnet.

Die Einbringöffnung für Filter und Schwimmbadchemikalien befinden sich an der Straßenseite.

Schulhof

Der Schulhof ist zur Straße hin geschützt und orientiert sich zur benachbarten Landschaft in Richtung der Wohnbebauung im Westen.

Überdeckte Außenbereiche akzentu-ieren den Schuleingang auf der Platz-seite und die Ausgänge zum Schulhof. Der Pausenhof erhält eine klare und selbstverständliche Gliederung in befestigte und bepflanzte Flächen.

Gestaltung

Die Gestaltung der Fassaden der Schulanlage erfolgt nach einem ein-heitlichen Prinzip.

Durch den Wechsel von veredelten Betonfertigteilen für die geschlosse-nen Flächen und Glas mit bewegli-chem metallischem Sonnenschutz für die transparenten Fassadenteile ist eine gestalterische Einheit für die gesamte Anlage gegeben.

Konstruktion Tragwerke: Schule:

Die Decken der Schule sind als Flach-betondecken konzipiert, das Foyer wird in einem Teilbereich weitgehend stützenfrei sein.

Sportkomplex:

Die Tragwerke der Hallenkörper sind konsequent mit Betonstützen und einem Deckentragwerk aus Ortbeton-bindern ausgebildet.Sie erfüllen damit die hohen Anforderungen an den Brandschutz und Korrosionsschutz und verstärken die Zusammengehörigkeit der Baukörper.

Konstruktion Fassaden:

Im Bereich geschlossener Flächen sind die Außenwände als zweischalige Betonwand mit innen liegender Wärmedämmung und einem außen veredelten Stahlbetonfertigteil aus-gebildet.

Die Fassaden werden mit größtenteils mit hochwertiger Dreifach-Isolierglasung ausgeführt um dem Niedrig-energie Standard gerecht zu werden:

Fassaden Schulbereich

wärmegedämmte Holzfassaden mit dreifach Isolierverglasung,
außen liegender beweglicher Sonnen-schutz, Lamellen

Fassaden Sportbereich

wärmegedämmte Stahlfassaden mit dreifach Isolierverglasung,
außen liegender beweglicher Sonnen-schutz,textil

Die Dächer sind extensiv begrünt

Materialkonzept Innenräume:

Schulbereich:

Bodenbeläge:

Halle und Treppenhäusern, Natursteinbelag Klassenräume und Flure: Industrieparkett Eiche hell Sanitärbereiche:Bodenfliesen 10x10 Technikräume UG:Obere Bodenplatte flügelgeglättet (über Schotterschicht)

Wandbeläge:

Halle und Treppenhäuser, Stahl-Glasfassaden, mobile Trennwand im Foyer Klassenräume:Wandscheiben zu 30% mit akustisch wirksamen Material belegt Möbel (Raumtrennwand) in neutralem Ton (Holz furniert) Sanitärbereiche:Wandfliesen 10x10, leichte Trennwände als Fertigteile Treppenhäuser und Stützen in Sichtbeton

Deckenbeläge:

Decken weiß,hell-neutral Halle und Treppenhäuser,minimierte Abhangdecke, Sichtbeton Klassenräume, 25% abgehängt mit Lüftungstechnik, 75% geputzt/ gespachtelt (zur Aktivierung der Speichermasse) Technikräume UG:glatte Schalung

Sportbereich:

Bodenbeläge:

Eingangsbereich und Flure: Natursteinbelag Sanitärbereiche:Bodenfliesen 10x10 Sporthalle: Sportparkett Eiche hell Schwimmhalle und Becken:gefliest Technik UG:Bodenplatte WU Beton, flügelgeglättet

Wandbeläge:

Eingangsbereich und Flure: Sichtbeton, Sanitärbereiche:Bodenfliesen 10x10 Sporthalle:Prallwand aus Holztafeln, furniert und gebeizt Schwimmhalle: Sichtbeton Technik UG:glatte Schalung, Lasur Sanitärbereiche:Wandfliesen 10x10, leichte Trennwände als System

Deckenbeläge Hallen:

Teilweise farbig lasierte,großformatige Holztafeln mit Akustiklochung

Deckenbeläge Nebenräume:

Decken weiß,neutral Flurbereiche mit Abhangdecke, akustisch wirksam Umkleiden mit Abhangdecken, akustisch wirksam

Energie/Ökologie/Gebäudetechnik:

Das Gebäude wird im Niedrigenergiestandard geplant. Es ist an das Fernwärmenetz angeschlossen.

Diese Maßnahmen werden im Folgenden im haustechnischen Beschrieb Goblet, Lavandier et Associés konkretisiert Auer+Weber+Assoziierte

Auftraggeber: Ville d'Esch-sur-Alzette

Adresse: Bd Lankelz, Nonnewisen, Esch sur Alzette

Bürogeschichte

Die Architektengesellschaft Auer+Weber+Assoziierte ging 2006 aus der seit 1980 bestehenden Architektengemeinschaft Auer+Weber hervor. Das Büro mit Sitz in Stuttgart und Münchenbeschäftigt im Mittel 90 - 100 Mitarbeiter.

Gründungsgesellschafter

- Prof. Fritz Auer,Dipl. Ing. Architekt BDA - Prof. Carlo Weber,Dipl. Ing. Architekt BDA - Geschäftsführende Gesellschafter - Moritz Auer,Dipl. Ing. Architekt - Philipp Auer,Dipl. Ing. Architekt - Jörn Scholz,Dipl. Ing. Architekt,BDA - Achim Söding, Dipl. Ing.Architekt BDA - Stephan Suxdorf, Dipl. Ing.Architekt

Assoziierte

- Martin Klemp,Dipl. Ing. Architekt - Jörg Müller,Dipl. Ing. Architekt - Stefan Niese, Dipl. Ing.Architekt - Christof Teige, Dipl. Ing.Architekt - Ilona Werz-Rein, Dipl. Ing.Architektin

Tätigkeitsprofil

Schwerpunkt der Tätigkeit ist der Entwurf und die Planung von Neu- und Umbauten für öffentliche und private Auftraggeber, zunehmend auch als Generalplaner oder in Zusammenarbeit mit Investoren. Seit einigen Jahren werden verstärkt Vorhaben im Ausland akquiriert und realisiert.Gemeinsame Leitlinie aller Projekte ist, die architektonische Gestalt aus der jeweiligen Aufgabenstellung und den Bedingungen des Ortes unverwechselbar, schlüssig und nachvollziehbar zu entwickeln.

Leistungsspektrum

Die Bandbreite der Leistungen erstreckt sich von Planungen und Realisierungen im Bereich Verwaltung und Kultur, Bildung und Forschung, über Hotels und Wohnanlagen, Sport- sowie Verkehrsbauten bis hin zu städtebaulichen Konzepten und Masterplänen.

Philosophie

Unsere Architektur bezieht ihre jeweilige Ausprägung aus der intensiven Auseinandersetzung mit der Bauaufgabe selbst sowie den Bedingungen und Chancen des Ortes, an dem sie verwirklicht werden soll.Der Entwurfsprozess umfasst die Findung adäquater Gestaltungsmittel und die Einbeziehung aller an der Konzeption und Realisierung Beteiligten. Gemeinsamer Nenner des so Entstandenen ist die Offenheit und Eingängigkeit für Sinne und Verstand.Die Nachvollziehbarkeit des Entwurfes gibt Orientierung und ermöglicht unterschiedliche Wege der Aneignung und Interpretationen durch Nutzer und Betrachter. Auer+Weber+Assoziierte Büroprofil

Wichtige Auszeichnungen

2007
Deutscher Architekturpreis, Anerkennung Ausstellungsgebäude Brühlsche Terrasse Dresden

2006
Dedalo Minosse Prize, Special Prize, Zentrum solarCity Linz- Pichling, Österreich

2005
Leaf Awards, Kategorie “Best Environmentally Sustainable Project“, Zentrum solarCity Linz-Pichling, Österreich

2004
Leaf Awards, Kategorien “New Build“ und “Overall“, ESO Hotel am Cerro Paranal, Chile

2001
Deutscher Architekturpreis, Ruhrfestspielhaus Recklinghausen

Auer+Weber+Assoziierte Gmb Dipl. Ing. Architekten Haussmannstrasse 103 A D-70188 Stuttgart tel +49 711 268404-0 fax +49 711 268404-88 e-mail stuttgart@auer-weber.de Sandstrasse 33 D-80335 München tel +49 89 381617-0 fax +49 89 381617-38 e-mail muenchen@auer-weber.de www.auer-weber.de

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