Newcom s.a.r.l
Home
 

Newcom Editions

Architecture & Bâtiment - Newcom - Bascharage -Tél 23 65 01 75

Echo Magazine - Newcom s.a.r.l - Bascharage

Education

Eductation

Education au Luxembourg - Lisez le Magazine...

Energie

Energie

Energie-au-luxembourg - Lisez le Magazine...

Vieille Ville

Fonds de rénovation

Rénovations de la Vielle Ville - Lisez le Magazine...

Differdange 100 ans

Differdange 100 ans

Differdange 100 ans d'architecture - Lisez le Magazine...

Befort - Interview mit dem Bürgermeister, Camille Hoffmann Imprimer Envoyer

Tags: Beaufort | Bourgmestre

Magazine Echo 2007-5
Hoffmann Camille

Echo: Könnten Sie sich bitte als Bürgermeister kurz vorstellen?

Camille Hoffmann:

Ich bin 1954 geboren und nun praktisch in der dritten Mandatsperiode in Beaufort, davon in der zweiten Mandatsperiode als Bürgermeister. Im ersten Mandat bekleidete ich den Posten eines Schöffen.

Echo: Was ist für Sie prägend für die Gemeinde Beaufort?

Camille Hoffmann:

Die Gemeinde Beaufort weist zur Zeit 2.100 Einwohner, davon 1.800 in Beaufort auf. Zur Gemeinde gehören weiterhin Dillingen an der Sauer mit circa 150 bis 170 Bürger sowie ein Teil des Grundhofs. Typisch für die Gemeinde Beaufort ist seine attraktive Natur. Beaufort ist eine sehr naturverbundene Gemeinde. Ganz sicher typisch ist auch die Beauforter Burg, die mit ihren Türmen und alten Ruinen vielen Lesern bekannt ist. Dann gibt es da noch den Beforter Cassis als lokale Spezialität. Beaufort besass schon frühzeitig eine ausgeprägte touristische Infrastruktur. In Beaufort gab es eine der ersten heute immer noch genutzten Eispisten im Land. Eigentlich sind wir seit über 30 Jahren eine vom Tourismus geprägte Gemeinde. Die Verantwortlichen erkannten schon damals das touristisch vermarktbare Potential von Beaufort.

Echo: War Beaufort also schon immer eine vom Tourismus stark geprägte Gemeinde?

Camille Hoffmann:

Heute ist Beaufort mit Sicherheit eine vom Touris stark geprägte Gemeinde.Weder früher noch heute wohnen in Beaufort reiche Bürger. Beaufort ist eine Gemeinde, wo die Bürger von der Landwirtschaft, Arbeit im Steinbruch in der Dillinger Kaul sowie dem Handwerk lebten. Danach folgte erst die touristische Entwicklung. Eispiste, Freiluftschwimmbad Ferienwohnungen und Zeltplätze entstanden. Es leben heute immer noch ein paar Bauern hier. Es gibt also eine Chance, daß diese Landwirtschaftsbetriebe weiter bestehen bleiben. Es handelt sich um Aussiedlerhöfe außerhalb des Dorfzentrums. Es wurde aber noch mehr für die im Winter weniger zahlreichen Touristen gemacht. Dank unserem Wanderwegenetz sind wir Teil des neuen Mullerthal Trails. Es ist ein Leader Plus Projekt. Durch diesen Trail wird Beaufort und die ganze Region als Wandergebiet wieder besser vermarktet. Das sieht man jetzt schon an den vielen Wanderer, die an den Wochenenden nach der Hauptsaison nach Beaufort kommen. Das ist unsere neue weitere Kundschaft für die Zukunft. In den nächsten Jahren müssen wir die Beauforter Jugendherberge renovieren und teilweise als „Maison en relais" nutzen.

Echo: Wie entstand das Beauforter Kunstfestival?

Camille Hoffmann:

Die Idee entstand anlässlich des ersten Luxemburger Kulturjahres in den 90er Jahren. Damals wollten wir eine zusätzliche kulturelle Sehenswürdigkeit schaffen. Im folgenden Jahr begannen wir, den Menschen Kultur näher zu bringen ohne nur Bilder in Galerien auszustellen. Das ganze Dorf wurde zur Kunstgalerie, um so die Hemmschwelle des Besuchs einer Kunstgalerie abzubauen. Die jährlich ausgestellten Bilder und Skulpturen befinden sich in Gebäuden im Dorf und Burg. Das klappte meist problemlos und machte Beaufort in der Kulturszene bekannt.

Echo: Wie steht es um die Infrastruktur der Gemeinde Beaufort?

Camille Hoffmann:

Da haben wir mit Sicherheit noch ein wenig Nachholbedarf. Die wichtigsten touristischen Attraktionen wie beispielsweise die Eispiste und das Freibad wurden renoviert und dem neuesten Stand der Technik angepaßt. In der Jugendherberge benötigt man heute kleinere Räume für 4 bis 5 Personen statt den großen Schlafsäalen der klassischen Jugendherbergen. Dank der dort bald integrierten Maison de Relais wird zur Ferienzeit Hochbetrieb herrschen und im Winter ein Kantinenbetrieb optimal funktionieren. Wegen der stark wachsenden Einwohnerzahl muß ein neuer Wasserbehälter mit größeren Reserven gebaut und die Kläranlage modernisiert werden. Im Schulbereich haben wir praktisch alle Arbeiten abgeschlossen. Eine neu gebaute Zentralschule ist seit drei Jahren in Betrieb. Wir hoffen dann für die nächsten Jahre Ruhe zu haben.

Echo: Wie denken Sie rein hypothetisch über eine große Gewerbezone in Beaufort?

Camille Hoffmann:

Es gibt zur Zeit in Beaufort noch einige bis zu 15 Personen beschäftigende Gewerbebetriebe sowie eine ganze Reihe von in der Tourismusbranche arbeitende Betriebe. Beaufort ist ohne Autobahn und Eisenbahn verkehrstechnisch schlecht angebunden. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Plateaulage ist Beaufort als Standort für ein größeres Industrieoder Gewerbegebiet somit nicht optimal geeignet. Auf dem Beauforter Plateau existiert ein früher Holzschnittplatz, wo man sich möglicherweise Betriebe vorstellen könnte, die hauptsächlich im Handwerk oder Dienstleistungssektor tätig wären. Ein größeres Industrie- oder Gewerbegebiet ist aber nicht geplant.

Echo: Sind in Beaufort im Winter die meisten touristischen Betriebe geschlossen?

Camille Hoffmann:

Gewöhnlich spielt sich der Tourismus im Sommer bei gutem Wetter ab. Wir versuchen die Sommersaison so weit wie möglich in den Herbst hinein zu strecken. Es ist von Vorteil, daß unser Camping auch im Winter geöffnet hat. Dauercamper aus dem Süden des Landes sind auch im Winter vor Ort. Es gibt noch 3 an Weihnachten und Sylvester gewöhnlich voll belegte Wanderhütten. Die Jugendherberge ist im Winter geöffnet. Die Eispiste weist in der kalten Jahreszeit circa 40.000 bis 45.000 Besucher auf. In den letzten Jahren entstand das in Luxemburg neue Angebot des Eiskartings, was eine zusätzliche Winterattraktion darstellt.

Echo: Wie sehen Sie die Zukunft der Gemeinde Beaufort?

Camille Hoffmann:

Die Zukunft einer Gemeinde vorher zu sagen ist immer schwierig. Ist Geld da, gibt es natürlich immer für die Gemeinde eine rosige Zukunft. Es muss aber keine so genannte „3.000 Einwohner- Gemeinde" sein, wovon immer geredet wird. Hier leben derzeit 2.100 Einwohner und es werden sicher in der Zukunft 3.000 Einwohner werden. Dies ist eine nicht unbedingt nötige, aber mögliche Zielsetzung. Eine denkbare Gemeindefusion würde sich wahrscheinlich nach Norden und zur Sauer hin in Richtung Reisdorf orientieren. Dies ist aber nicht prioritär, da wir derzeit bei einem Wachstum von 4 bis 5 oder sogar noch mehr Prozente liegen. Bei diesem Wachstum würden in 10 Jahren hier fast 3.000 Einwohner leben. Wenn es eben so ist, daß die Einwohnerzahl die Überlebensfähigkeit einer Gemeinde darstellt, können wir dieses Ziel auch allein erreichen. Auf der anderen Seite wäre es natürlich sinnvoll, auch gemeinsame Projekte zu realisieren. In der Vorplanungsphase für die neue Zentralschule in Beaufort wurde mit der Gemeinde Reisdorf über eine gemeinsame Schule gesprochen. Für die an der Sauer wohnenden Bürger war der Transport im Winter insbesondere bei Schnee ein wenig problematisch. Wir werden demnächst zusammen an der Wasserversorgung arbeiten, wo die Gemeinden Reisdorf und Beaufort ein Problem haben. Die Nitratwerte einzelner Quellen sind nicht mehr so gut. Wir dürfen nicht vergessen, daß wir hier im Mullerthal sind, wo Luxemburger Sandstein ansteht. Deshalb sollen Quellen des Mullerthals mit Quellen aus Reisdorf, Beaufort und Dillingen zu einem Trinkwassernetz zusammen gefaßt werden. So wird eine bestmögliche Trinkwasserversorgung entstehen. Die Kläranlage in Beaufort wollen wir zusammen mit der Gemeinde Waldbillig erneuern, deren Kläranlage in Haller nicht ausbaufähig und alt ist. Sie wird an die Beauforter Kläranlage angeschlossen.

Share this post

 
 
Source Text © Newcom s.a.r.l - Bascharage +352 23 65 01 75   |   Publication Online - Site Administrator: Business Solutions 10, rue Emile Mark Differdange