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Konversion und 10 Jahre grenzüberschreitende Zusammenarbeit als deutsch-luxemburgischer Weg Imprimer Envoyer

Tags: Luxembourg | Trèves

Magazine Echo 2007-6
Pionier Park

Die jüngste Geschichte zeigt, dass Luxemburg und Trier sich heute immer mehr zu guten Nachbarn und wichtigen Wirtschaftspartnern entwickeln.

Rheinland-Pfalz war einst in der Nachkriegszeit Besatzungszone. Auf dem Weg zur einer wachsenden deutsch-luxemburgischen Freund-schaft spielen dieser Faktor eine wichtige Rolle. Bis zum Ende der 90er Jahre prägten Kasernen und Truppen des französischen Militär in Trier-Feyen, Trier-Nord und Trier-West-Euren das Stadtbild. Während Luxemburg schon seit Jahrzehnten als Wirtschaftsmotor der Großregion gilt, mußte die Region Trier in den letzten 10 Jahren starke Arbeitsplatzverluste und Umstrukturierungen ihrer Bausubstanz hinnehmen. Nach dem Abzug der französichen Truppen in den 90er Jahren standen die Gelände und Kasernen zuerst leer. Die Stadt Trier mußte dringend eine nützliche Verwendung für die nun brachliegenden Gelände finden, um die verloren gegangene Kaufkraft und gesunkene Einwoh-nerzahl wieder auszugleichen.

Wegen den abziehenden Truppen sank die Zahl der Aufträge bei KFZ-Werkstätten, Mechanikern, Schrei-nern, Händlern von Unterhaltungs-elektronik und anderen Betrieben. Vor allem bei Vermietern und Bauunternehmern sorgten viele leer stehende Wohnungen und weniger Neubauten für fallende Umsätze. Nach dem Truppenabzug sanken die Umsätze in einzelnen Branchen um bis zu 25 Prozent. Der Abzug von rund 9.000 US-Soldaten führte beispielsweise in Bitburg zu einem jährlichen Kaufkraftverlust von rund 100 Millionen Euro. Deutsche Grenzgänger suchten daher mangels Perspektiven bereits in den 90er Jahren vermehrt in Luxemburg Arbeitsstellen. Laut Vergleichsstudie der Eurostat betrug im Jahre 2002 das Bruttoinlands-produkt der Region Trier 87,4 Pro-zent des EU-Durchschnitts gegen-über 213 Prozent im Grossherzogtum Luxemburg.

Um die in Trier fehlenden Arbeitsplätze und Kaufkraft von tausenden abgezogenen französischen Soldaten auszugleichen, mußten nicht nur viele Trierer in Luxemburg arbeiten, sondern auch vermehrt Luxemburger als Kunden mit interessanten Angeboten in die Trierer Geschäfte gelockt werden. Das damalige Konzept des Trierer Stadtrates sah vor, dass Einzel-händler zukünftig mindestens 20 Prozent ihres Umsatz durch Luxemburger als Kunden erreichen sollten. Unabhängig von den rein wirtschaftlichen Faktoren wuchs damit auch das Interesse an einem kulturellen Austausch. Dem Trierer Oberbürgermeister Helmut Schröer ist es zu verdanken, dass in Kooperation mit Städten im Süden Luxemburgs die deutsch-luxemburgische Wirtschaftbezie-hungen an Tiefe gewannen. Höhepunkt dieser Entwicklung war die Gestaltung der Trierer Landesgartenschau im einstigen französischen Militärgelände auf dem Trierer Petrisberg mit ambitionierter Beteiligung der luxemburgischen Regierung und dem Bau des luxemburgischen Stahlturms.

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