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Interview mit dem Kayler Bürgermeister John Lorent. Imprimer Envoyer

Tags: Bourgmestre | Kayl

Magazine Echo 2007-6
Lorent John

Echo: Könnten Sie sich als Bürgermeister kurz vorstellen?

John Lorent:

Ich betreibe seit 20 Jahren Gemeindepolitik und wurde vor 2 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Kayl. Beruflich bin ich seit 1989 in der Direktion der Einregistrierungs und Domänenverwaltung tätig. Nach 10 Jahren in der Personal nd Budgetabteilung der Direktion wechselte ich zurück in den Fiskalbereich mit folgenden Schwerpunkten: Einregistrierung, Erbschaftssteuer, Hypotheken, Notariat. Ich bin auch Kursusleiter in verschiedenen Fachgebieten des Steuerrechts.

Echo: Wie sieht es in Kayl mit dem öffentlichen Transport aus?

John Lorent:

Es gibt in Kayl dank den Bussen des TICE gute Verkehrsanbindungen. So bieten die Busse des TICE von Kayl aus den Bürgern Anbindungen an alle wichtigen Orte im Minette. Doch haben sich die Bedürfnisse der Kayler Bürger in den letzten Jahren geändert. Fuhren früher noch viele Arbeiter Vom Bergbau geprägt der Hüttenwerke, Stahlwerke oder Gießereien frühmorgens mit den Bussen der TICE zur Schicht, so gibt es heute kaum noch solche Schichtarbeiter in den Bussen. Wegen des Strukturwandels ist es heute für die Kayler wichtig eine Buslinie nutzen zu können, die Arbeitnehmer in die Stadt und auf den Kirchberg bringt. Es gibt in Kayl eine Buslinie, die von Ottange her kommend, zum Luxemburger Bahnhof und Kirchberg fährt. Die Nutzung der Buslinie ist so erfolgreich, dass deren Angebot sogar erweitert werden mußte. Kayl ist natürlich auch ans Bahnnetz der CFL angeschlossen.

Echo: Riskieren die letzten historischen Spuren des Bergbaus in der Gemeinde nach und nach zu verschwinden?

John Lorent:

Nein! Heute wird bei all unseren Projekten streng darauf geachtet, historische Bauwerke, Verladekais, oder die „Buggys“ genannte Loren und weitere Spuren zu erhalten. Allerdings ist bereits ein großer Teil der historischen Bauten verschwunden, so zum Beispiel in den 60er Jahren. Dutzende Spuren der Vergangenheit sind so im Laufe der Jahrzehnte nach und nach zerstört worden. Heute wird aber ganz anders mit diesen Spuren umgegangen. Der Bürger braucht heute keine Angst mehr zu haben, dass derartige Spuren unserer Vergangenheit bei Bauvorhaben oder anderen Projekten zerstört werden.

Echo: Was waren für Sie die wichtigsten Projekte der Gemeinde Kayl in den letzten Jahren?

John Lorent:

Das wichtigste Projekt der letzten Jahre war zweifellos die Sanierung des Kaylbachs. Die in den 70er Jahren beschlossene Sanierung kostete rund 300 Millionen luxemburgischer Franken. Der Kaylbach war vor der Sanierung eine offene Kloake. Die Sanierung machte den Bach zu einem naturnäheren Gewässer und verbesserte die Lebensqualität der Anwohner. Es war ein wichtiger Schritt für den Umweltschutz, durch die Anbindung an die Bettemburger Kläranlage aber auch urbanistisch ungemein wichtig.

Echo: Was ist typisch für die Gemeinde Kayl?

John Lorent:

Die Gemeinde Kayl wurde vom Bergbau geprägt. Die Ausläufer der Eisenerz enthaltenen Doggerschichten verlaufen mitten durch die Gemeinde Kayl. Kayl war daher immer sehr stark von den Aktivitäten des Bergbaus geprägt. Der Bergbau in unserem Land endete jedoch für immer im Jahre 1981. Kayl hat eher einen ruralen Einschlag, Tetingen hat Bergbaucharakter.

Echo: Hat Kayl seit dem Ende des Bergbaus seine beste Zeit schon hinter sich?

John Lorent:

Ich denke nicht, dass Kayl seine beste Zeit schon hinter sich hat. Die vom Bergbau geprägte Zeit war sicherlich einer der Höhepunkte der Geschichte der Gemeinde Kayl. Betrachtet man den heute üblichen Lebensstandard in Kayl, so ist dieser viel höher als zu der Zeit des Bergbaus. Damals mußten die Menschen oft für einen geringen Lohn sehr schwere Arbeit leisten. Betrachtet man die Entwicklung von Kayl während der letzten Jahre, stellt man fest, dass sich die Gemeinde auch in punkto Infrastrukturen wie Schulen, Straßennetz, Kultureinrichtungen und so weiter stark verbessert hat. Ich denke daher eher, dass Kayl seine beste Zeit noch vor sich hat.

Echo: Wie entwickelt sich die Wirtschaft in Kayl?

John Lorent:

Kayl ist keine Stadt des Gewerbes oder der Industrie. Man entschied sich in den 70er Jahren bewußt dazu, Kayl zu einer Schlafstadt zu machen. Weil in Kayl keine Industrie und größeres Gewerbe angesiedelt wurde, konnte Kayl sich eine hohe Lebensqualität bewahren. Gerade inmitten von Ortschaften, die oft über umfangreiche Industrie und Gewerbezonen verfügen, ist diese Entwicklung von Kayl etwas Besonderes. Man hat daher in Kayl ganz bewußt auf die Ansiedlung größerer Industrie und Gewerbebetriebe verzichtet. Leider führt in Kayl eine Autobahn am Ort vorbei, die für ein sehr hohes Verkehrsauf kommen sorgt. Die aktuelle Majorität hat ein Paradigmenwechsel in der Gewerbe und Industriepolitik vor: So sollen in den nächsten Jahren Bestrebungen entwickelt werden, um in der Nähe der „Collectrice“ ein Gewerbegebiet zu erschliessen, in welchem nur „umweltverträgliche“ Betriebe angesiedelt werden sollen.

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