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Troisvierges – Oeslinger Gemeinde auf Wachstumskurs Imprimer Envoyer

Tags: Bourgmestre | Troisvierges

Magazine Echo 2008-2
troisvierges

Echo: Könnten Sie sich als Bürgermeister dem Leser kurz vorstellen?

Lucien Majerus:

Ich kam 1988 in die Gemeinde und war von da an auch Bürgermeister, also schon seit 20 Jahren. Die Gemeinden im Ösling arbeiten sehr viel zusammen. Zur nationalen Kooperation kommt noch die internationale Zusammenarbeit, zum Beispiel mit dem nahen Belgien. Ich hoffe, dass die Entwicklung so weiter geht. Viele Öslinger Gemeinden sind auch bei dem Naturparkprojekt mit dabei und es kommen vielleicht noch weitere hinzu.

 

Echo: Was ist typisch für die Gemeinde Troisvierges?

Lucien Majerus:

Typisch ist die Lage, da Troisvierges als Gemeinde an Belgien grenzt. Ganz wichtig ist die Eisenbahn. Troisvierges ist mit der Eisenbahn gewachsen und gefallen. Troisvierges entstand als die Eisenbahn gebaut wurde. Nachdem die Eisenbahn modernisiert und elektrifiziert wurde, ist es mit der Bevölkerung wieder aufwärts gegangen. Auch der Ausbau der N 7 war sehr wichtig. Wir liegen hier an einer Querachse von Westen nach Osten. Verkehrsmäßig sind wir ganz gut angebunden. Typisch für Troisvierges ist weiterhin ein hoher Ausländeranteil. Es gibt in Troisvierges ungefähr 27 Nationalitäten.

Echo: Ist Troisvierges von Gewerbe, Industrie oder eher vom Tourismus geprägt?

Lucien Majerus:

In Troisvierges waren schon immer viele Bürger bei der Eisenbahn beschäftigt. 1910 lebten dank der Eisenbahn 2.780 Einwohner in Troisvierges. Deren Zahl fiel dann aber wieder. 1977 waren es nur noch 1.605 Einwohner. Mitte der 80er Jahre, nachdem die Eisenbahn modernisiert wurde, ging es wieder aufwärts. Bald haben wir die magische Grenze von 3.000 Einwohnern erreicht. Es gibt im Ort viele Geschäfte und 5 Banken nebst verschiedenen Betrieben an der N 7, wie zum Beispiel große Supermärkte. Es verschwinden aber immer mehr Geschäfte, wie zum Beispiel Bäckereien oder Metzger. Man muß weitere Betriebe und Dienstleistungsangebote hier ansiedeln. In den letzten Jahren entstanden im Clerfer Kanton über 1.900 neue Arbeitsplätze. Im Norden wurden verschiedene Industriezonen geschaffen wie die Industriezone in Clervaux (Lenzweiler- Eselborn), die Industriezone in Hosingen und jene hier in Troisvierges. Es sind drei regionale Industriezonen, die von den Gemeinden zusammen betrieben und noch erweitert werden sollen. Dies ist nicht nur für Troisvierges wichtig. Alle Betriebe in dieser Zone gehören praktisch zum Kanton.

Echo: Was halten Sie von den Gemeindefusionen?

Lucien Majerus:

Ich bin ein Verfechter der Gemeindefusionen. Wenn ich mich im Clerfer Kanton umschaue, haben wir momentan 9 Gemeinden. Wenn alles so funktioniert wie von der Landesplanung vorgesehen, bleiben 5 Gemeinden übrig, die alle 4.000 bis 4.500 Einwohner hätten. Das wäre eine gute Lösung.

Echo: Was sind Ihre wichtigsten Projekte in der Gemeinde?

Lucien Majerus:

Wir haben in den letzten Jahre unsere Infrastruktur stark verbessert. Unsere Schule wurde schon zweimal vergrößert. Außerdem soll unsere biologische Kläranlage modernisiert oder höchst wahrscheinlich ganz neu gebaut werden. Dann hätten wir eine zentrale Kläranlage für die ganze Gemeinde. An dem relativ großen Projekt wird bereits gearbeitet. In Troisvierges gibt es eine Maison Relais und ein Internat für Primärschulkinder, das auch Kinder aus der Gemeinde besuchen. Es fehlt noch eine Krippe. Was Schulen anbelangt, ist unser Bedarf gedeckt. Für ältere Personen aus Troisvierges ist das Alterheim in Clervaux zuständig. Ein weiteres großes Projekt wäre eine Umgehungsstraße. Über unsere Hauptstraße fahren jeden Tag mehr als 6.000 Autos. Es gibt Pläne für eine neue Straße, die hoffentlich bald gebaut wird. In Zukunft sollten noch die sportlichen Infrastrukturen ausgebaut werden. Freibad und ein Hallenbad stammen aber noch aus den Jahren 1965 bis 1970 und müßten modernisiert werden. Eine Zusammenlegung der Schwimmbäder als großes und das ganze Jahr geöffnete Freizeitbad wäre gut. Diese Ideen würde ich noch gern realisieren. Wenn wir eine neues Schwimmbad bauen würden, wäre das nicht nur im Sinne der Touristen sondern käme auch den Einheimischen zugute. Den Campingtouristen fehlen oft gutes Wetter und natürlich Indooraktivitäten bei Regen.

Echo: Ist in Troisvierges weiteres Wachstum möglich?

Lucien Majerus:

Was den Wohnungsbau anbelangt ist weiteres Wachstum möglich. In Troisvierges wird dichter gebaut. Im Moment werden vor allem neue mehrstöckige Wohnhäuser gebaut oder alte Gebäude renoviert. Auf den kleinen Dörfern sollen allerdings keine Appartementshäuser entstehen. Die Dörfer sollen ihren dörflichen Charakter erhalten. Dort sollen keinen großen Gebäude entstehen.

Echo: Wie sehen Sie die Zukunft von Troisvierges?

Lucien Majerus:

Die gute Lebensqualität hier oben im Norden soll erhalten und wo es geht auch noch verbessert werden. Es gibt hier zum Beispiel ein sehr gutes Angebot an Schulen. Die Infrastrukturen sind stimmig. Schrumpfende Einwohnerzahlen gibt es als Entwicklung überall. Wir wollen selbstverständlich wachsen, aber die Dörfer sollten in ihrer Struktur erhalten bleiben. Bauernhöfe sind typisch für ein Dorf und dürfen nicht verschwinden.

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7-11 Grand rue
L-9905 Troisvierges www.troisvierges.lu
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