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Wiltz - Bedeutender Wandel des Stadtbildes und Ausbau des kulturellen Angebotes Imprimer Envoyer

Tags: Wiltz

Magazine Echo 2008-3
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Echo sprach mit dem Wiltzer Bürgermeister und Abgeordneten Romain Schneider über den Wandel der einst vorwiegend von Industrie geprägten Stadt Wiltz hin zu einem modernen Mittelzentrum

Echo: Könnten Sie sich den Lesern kurz vorstellen?

Romain Schneider:

Ich bin seit dem Jahre 2000 Bürgermeister der Stadt Wiltz, also schon in der zweiten Periode. Ich bin 46 Jahre alt und war 2000 noch relativ jung für dieses Amt. Seit 2005 bin ich Abgeordneter im Luxemburger Parlament.

Echo: Was ist typisch für die Stadt Wiltz?

Romain Schneider:

Typisch für die Stadt Wiltz ist selbstverständlich die Natur und Landschaft. Die Stadt besteht aus einem höher und einem tiefer gelegenen Stadtteil. Daraus ergeben sich Chancen und Probleme. Ganz typisch für die Stadt sind Serviceleistungen wie die Klinik und das Lyzeum aber weiterhin auch die Care-Punkte, so zum Beispiel das Schloß mit seinem Festplatz, die Parks oder die Hauptgeschäftsstrasse. Für Wiltz war die eigene Vergangenheit immer sehr wichtig. Der zweite Weltkrieg ist ein Thema, das wir nicht vergessen dürfen. Man darf aber nicht übertreiben. Beispiele für die Erinnerung und Gedenken an den zweiten Weltkrieg sind das Museum und die Gedenkfeiern. Das sind wichtige Feiern, die auch die nächste Generationen beibehalten sollten, ohne in zu großen Fanatismus zu verfallen.

Echo: Ist Wiltz eher eine vom Tourismus oder der Industrie geprägte Stadt?

Romain Schneider:

Wiltz war früher eine große Industriestadt. Im ganzen Land geht die Industrie aber immer mehr zurück. Es siedeln sich landesweit immer mehr kleinere und mittlere Betriebe an. Wiltz muß dem Rechnung tragen, obwohl wir noch große Industrie haben, wie Arcelor-Mittal, usw. Es sind hier insgesamt noch 4 große Industriebetriebe tätig. In punkto Tourismus könnte Wiltz in den nächsten Jahren aufholen. Wir haben kulturell sehr viel zu bieten und könnten eine Art Kulturtourismus entwickeln, vor allem in Zusammenhang mit dem Naturpark Obersauer und dem Schloss Wiltz.

Echo: Was bedeutet der Naturpark für die Gemeinde?

Romain Schneider:

Die Gemeinde grenzt direkt an den Naturpark Obersauer. Wir möchten als neue Naturparkgemeinde in den Naturpark eintreten. Ab 2009 wird der Naturpark neu definiert und dessen Gesetz neu geschrieben. Das bedeutet eine Ausdehnung der Stadt und ist auch ökonomisch interessant. Die Brauerei arbeitet bereits mit Naturprodukten. Es gibt eine Reihe bekannter regionaler Produkte wie den Dinkel, Tee vom See oder Seifen. Natürlich gilt dies ebenfalls für die Landwirtschaft.

Echo: Können Sie vielleicht etwas zum Ginsterumzug sagen?

Romain Schneider:

Das Ginsterfest feierte dieses Jahr seinen 60sten Geburtstag in Anwesenheit der großherzogliche Familie. Das Ginsterfest in Wiltz ist eine der letzten großen kulturellen Traditionen unseres Landes. Der blühende Ginster gehört zur Identität unserer Stadt.

Echo: Wie entwickelt sich das Gewerbe in Wiltz?

Romain Schneider:

Wir konnten in Wiltz viele Arbeitsplätze erhalten und werden in den nächsten Jahren weitere neue Arbeitsplätze schaffen. Allein im Wiltzer Krankenhaus gibt es 250 Arbeitsplätze. Dank Fusion mit dem Ettelbrücker Krankenhaus, Modernisierung und Ausbau werden diese Arbeitsplätze erhalten. Es wird ein neues Lyzeum für 1.400 Schüler und neue Arbeitsplätze für 200 Professoren gebaut. Viele Bürger arbeiten auswärts.Unsere regionale Industriezone soll weiter ausgebaut werden.

Echo: Wie ist es um den Verkehr in Wiltz bestellt?

Romain Schneider:

Der öffentliche Transport ist exzellent organisiert. Unser Bahnhof und das Stellwerk wurden ausgebaut, 400 Millionen für die Zugstrecke investiert und neue Buslinien eingerichtet. Der City-Shuttle bedient die Gemeinden rund herum. Die Buslinie Ettelbruck-Wiltz-Bastogne wird auch von vielen Grenzgängern genutzt. Der öffentliche Transport ist hier natürlich schwerer zu organisieren als im städtischen Raum. Dort liegt alles viel näher beieinander, während hier weitere Strecken zu fahren sind. Nicht so günstig für die Neuansiedlung von Betrieben, besonders für Spediteure und Waren ausliefernde Betriebe, ist der fehlende Autobahnanschluss.

Echo: Was waren für Sie die wichtigsten Gemeindeprojekte der letzten Jahre?

Romain Schneider:

Wichtige Projekte der letzten Jahre sind der Neubau unserer Schule, Kindergarten, Sporthalle und Kulturzentrums. Dort gibt es ein Kino nebst einer ganzen Reihe Ateliers, Galerien, Jugendherberge, ein Zentrum für Sozialschwache und Behinderte, usw. Es wurden weiterhin neue Grünflächen angelegt.

Echo: Welche Projekte sind noch in den nächsten Jahren geplant?

Romain Schneider:

Drei bereits in Angriff genommene Projekte sind besonders wichtig, nämlich erstens das Krankenhausprojekt, zweitens der Ausbau des Lyzeums und drittens der Bau eines neuen Altersheims. 2 weitere große Projekte sind die Industriebrachen und das Schloß. Das Schloß wird 2010 nach dem Auszug des Altersheim einer neuen Bestimmung in den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Tourismus übergeben. Das wäre ein bedeutender Magnet für die Oberstadt und die umliegenden Geschäfte. Dort entstehen Terrassen, wo Besucher etwas trinken können. In der Stadt Wiltz gibt es einen Mangel an Bauland. Es ist wichtig, dass wir in den nächsten Jahren Bauland für Einfamilienhäuser zu erschwinglichen Preisen anbieten können.

Echo: Ist Wiltz ein Gegenpol des Nordens zur Stadt Luxemburg?

Romain Schneider:

Es gibt drei große Oberzentren im Land: Die Stadt Luxemburg, der Süden und die Nordstadt. Daneben gibt es noch 12 kleinere Mittelzentren, darunter Wiltz. Wir müssen alle Herausforderungen an eine Stadt wie Wiltz meistern. Dazu gehört ein Lyzeum, ein Krankenhaus, kulturelle Angebote, Arbeitsplätze und gut organisierte Verwaltungen. Dann haben die Bürger auch die Möglichkeit ihre alltäglichen Angelegenheiten vor Ort zu regeln.

Echo: Was halten Sie von Gemeindefusionen?

Romain Schneider:

Eine Gemeindefusion kann nie unter Zwang entstehen. Ich denke auch nicht, dass der Innenminister dies so gemeint hat. Eine Gemeindefusion kann immer nur funktionieren, wenn die Gemeinden schon vorher gut zusammen arbeiteten. Schon immer arbeiteten Gemeinden beispielsweise bei Schulzusammenlegungen zusammen. Als Gemeinde kann man mit 5.000 Einwohnern problemlos allein funktionieren. Wenn es sich aber in den nächsten Jahren ergeben sollte, arbeiten wir auch mit anderen Gemeinden in punkto gemeinsame neue Dienstleistungen zusammen. Wir starteten bereits eine Iniative namens Kanton Wiltz. Die Bürgermeister und Schöffen des Kantons treffen sich regelmäßig und haben schon gemeinsame Sachen gemacht. Wenn die Gemeinden zusammen etwas besser gestalten können als alleine, sollte man vor einer Zusammenarbeit keine Angst haben.

Administration communale de la ville de Wiltz
Grand rue 2
L-9530 Wiltz
Tel: 9599391
Fax:95993945
Email: secretariat@wiltz.lu www.wiltz.lu

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