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Tags: Bourgmestre | Clervaux

Magazine Echo 2009-4

Clervaux

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Clervaux als Vorreiter der aktuellen Fusionen im Norden

Clervaux als Vorreiter der aktuellen Fusionen im Norden Yves Arend, Bürgermeister von Clervaux, sprach mit Echo über die aktuelle Fusion mit den Gemeinden Heinerscheid und Munshausen. Er stellte ferner aktuelle Bauprojekte vor und äusserte sich zu den Auswirkungen der Wirtschaftkrise auf den kommunalen Haushalt.

Echo:

Könnten Sie sich den Lesern kurz vorstellen?

Yves Arend:

Ich bin 31 Jahre alt und arbeite im luxemburgischen Außenministerium.

Echo:

Wie entwickelt sich das Gewerbe in Clervaux und der Industriezone Eselborn- Lenzweiler?

Yves Arend:

Vor einem Jahr hätte ich darauf wahrscheinlich noch eine andere Antwort gegeben. Durch die aktuelle Wirtschaftkrise hat sich vieles drastisch geändert. Trotzdem haben wir noch immer etliche Anfragen von Firmen, die in den Norden Luxemburgs ziehen wollen, vor allem in die Industriezone Eselborn - Lenzweiler. Es gibt jährlich durchschnittlich dreißig bis vierzig Anfragen. Einige Firmen ziehen ihre Anfrage wieder zurück und andere Firmen stellen neue Anträge. Es sind hauptsächlich Firmen, die entweder ihren Standort verlagern oder ein zweites Werk dort aufbauen wollen.

Echo:

Was sind Ihre aktuellen politschen Projekte?

Yves Arend:

Nachdem vor circa drei Wochen die Abgeordnetenkammer dem Gesetzestext zur Fusion der drei Gemeinden Clervaux, Heinerscheid und Munshausen zustimmte, beginnt jetzt natürlich die konkrete Umsetzung. Die Rahmenbedingungen der Fusion wurden vereinbart und im Gesetzestext festgelegt. Jetzt geht es darum, die Fusion praktisch umzusetzen. Die Dienste und Abteilungen der drei Gemeinden werden zusammen gelegt, so zum Beispiel der technische Dienst. Die zuständigen Arbeitgruppen realisieren dies gerade. Unsere Idee war es schon vor der Fusion, einige Abteilungen zusammen zu legen. Der neue technische Dienst soll idealerweise schon ab dem nächsten Jahr funktionieren.

Echo:

Wie wirkt sich die aktuelle Wirtschaftskrise auf Ihren Gemeindehaushalt aus?

Yves Arend:

Betreffend den Gemeindehaushalt 2009 gibt es noch keine Auswirkungen. Die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise verzögern sich. Die luxemburgischen Gemeinden werden die Auswirkungen der Wirtschaftskrise erst 2010 zu spüren bekommen, denn die Budgets werden spätestens im November oder Dezember des vorherigen Jahres erstellt. In Clervaux erstellten wir sie im November 2008. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht absehbar, wie sich die Krise auf den Staatshaushalt auswirkt, aus dessen Mitteln die Gemeinden teilweise unterstützt werden. Wir sind uns bewußt, dass 2009 noch ein mehr oder weniger normales Jahr sein wird. 2010 wird allerdings in der Gemeindekasse weniger Geld sein. Daher muß überlegt werden, wie man noch besser mit anderen Gemeinden zusammen arbeitet. Deshalb fusionieren wir auch mit anderen Gemeinden.

Echo:

Wie denken Sie allgemein über das aktuelle Thema Gemeindefusionen?

Yves Arend:

Wir sind in dieser zu Ende gehenden Legislaturperiode die einzige Gemeinde, welche das Fusionsprojekt wirklich abgeschlossen hat. Damit meine ich die komplette Prozedur vom Verhandlungsstadium bis hin zum Gesetzestext, der vor ein paar Wochen im Abgeordnetenhaus angenommen wurde. Ich stehe somit natürlich Fusionen sehr positiv gegenüber. Fusionen müssen aber auf freiwilliger Basis geschehen. Das ist in unserer Gemeinde zweifelsfrei der Fall. Bei der Gemeindefusion von Clervaux, Heinerscheid und Munshausen gab es keinerlei Druck vom Ministerium. Die drei Gemeinden hatten den Wunsch, ihre Kräfte zu bündeln. Es gibt ja seit ein paar Monaten die berühmte Karte des Innenministeriums mit Andeutungen, welche Gemeinden zusammen arbeiten oder im Idealfall fusionieren sollten. Auf dieser Karte waren Clervaux, Heinerscheid und Munshausen schon als Fusion vorgesehen. Wir realisierten also bereits den Vorschlag des Innenministeriums. Es finden momentan in vielen Teile des Landes Fusionsgespräche statt.

Echo:

Was für ein grosses Projekt entsteht momentan im Zentrum von Clervaux?

Yves Arend:

Bei dem Bauprojekt handelt es sich um eine Privatinitiative. Die Gemeinde ist an der Realisierung nicht beteiligt. Meinen Informationen nach ist die Grundidee des Projektes der Aufbau einer Struktur für behinderte Erwachsene. Die behinderten Menschen werden dort tagsüber betreut und können ein Handwerk erlernen oder ausüben. Jüngere behinderte Menschen, die noch zu Hause wohnen, werden ebenfalls dort betreut, damit deren Familien sich auch mal eine Auszeit gönnen können. Für diese jüngeren behinderten Menschen wird es eine Tagesstätte geben, wo sie morgens hin kommen, betreut werden und man ihnen Aktivitäten anbietet. Ein richtiges Heim soll es meines Wissens nach aber nicht werden. Es ist nicht vorgesehen, dass Behinderte dort übernachten.

Echo:

Macht die Renovierung der Abtei Fortgeschritte?

Yves Arend:

Die Renovierung der Abtei ist noch nicht abgeschlossen, aber relativ weit voran geschritten. 2010 feiert die Abtei Clervaux ihr hundert-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund entschlossen sich die Mönche, ihre Abtei zu renovieren. Die Renovierungen sollen dieses Jahr abgeschlossen werden. Zu dem Fest des hundert-jährigen Bestehens der Abtei wird sie dann in neuem Glanz erstrahlen. Es wurden neue Fenster eingesetzt, der Bodenbelag und die Heizungsanlagen erneuert. Es handelt sich also um größere Arbeiten, die im Prinzip Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres vollständig abgeschlossen sein sollen. Der Termin bezieht sich aber nicht auf die Renovierung des Turms. Dessen Renovierung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Abteilung für historische Bauten im Kulturministerium. Die Arbeiten am Turm werden hoffentlich nächstes Jahr abgeschlossen.

Echo:

Wird das Wachstum der Nordstad zu einer Schwächung des Standorts Clervaux führen?

Yves Arend:

Das kann ich nur verneinen. Die Nordstadt liegt ja 30 Kilometer von Clervaux entfernt. Im IVL ist Clervaux als Zentrum vorgesehen. Wiltz und die Nordstad sind natürlich ebenfalls als Zentrum in dem Dokument vorgesehen. Ich glaube nicht, dass Clervaux durch die Nordstadt geschwächt wird. Die aktuellen Standorte der Behörden in Clervaux, Wiltz oder Diekirch werden ja nicht aufgegeben. Clervaux deckt die nördlichste Spitze des Landes ab. Die Nordstad wird daran nichts ändern. Ich begrüße das Nordstad-Projekt. Durch dieses Projekt wird der ganze luxemburgische Norden gestärkt. Das wird für die Einwohner in und um Clervaux von Vorteil sein. Was sind Ihre nächsten politischen Projekte?

Yves Arend:

Ein wichtiges Projekt ist der Bau einer Maison Relais. Dabei handelt es sich um eine Kindertagesstätte für Kinder im Alter von sechs Monaten bis zwölf Jahren. Man betreut kleine Kinder, wo ein Elternteil entweder allein erziehend ist oder beide Elternteile berufstätig sind. Außerdem werden Grundschulkinder betreut, die an den schulfreien Nachmittagen in der Maison Relais zu Mittag essen und anschließend zum Beispiel ihre Hausaufgaben machen. Die Maison Relais soll im September 2011 bezugsfertig sein. Daneben ist die konkrete Umsetzung der Fusionspläne unser wichtigstes Projekt. Dessen Umsetzung bedeutet Organisieren, Zusammenlegen und sich Gedanken darüber machen, was eine moderne Gemeinde im 21. Jahrhundert braucht. Es beansprucht viel Zeit und ist sehr wichtig. Die fusionierte Gemeinde soll schließlich gestärkt werden und den Bürgern gute Dienstleistungen anbieten. Damit alles klappt, muß man sich jetzt viele Gedanken über die sich bietenden Möglichkeiten machen. Es ist sehr zeitaufwendig.

Commune de Clervaux
Château de Clervaux
BP 35 - L-9701 Clervaux
L-9712 Clervaux
Tel.: 92 10 48-1
Fax: 92 91 80
Email: secretariat@clervaux.lu
www.clervaux.lu

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