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Tandel - Fusionsgemeinde mit grossem Herz für Kinder Imprimer Envoyer

Tags: Bourgmestre | Tandel

Magazine Echo 2009-3

commune-de-tandel

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Echo:

Was bewegte Sie als Bürgermeister zur Wahl anzutreten?

Ali Kaes:

Ich bin von meinem Beruf her Gewerkschaftler und daher immer nahe an den Menschen und deren Problemen. Es war für mich schon immer eine Herausforderung, mich für andere Menschen einzusetzen. Dies bewog mich, ab 1989 Gemeinderat zu werden. Ich bin jetzt also bereits seit 20 Jahren in der Gemeindepolitik tätig. 1994 wurde ich Bürgermeister der damaligen Gemeinde Bastendorf. Seit 2006 bekleide ich dieses Amt in der Fusionsgemeinde Tandel.

Echo:

Initiierten Sie die Fusion der Gemeinden Bastendorf und Fouen?

Ali Kaes:

Ich betrachte Probleme im globalem Zusammenhang und war daher Hauptinitiator der Fusion zwischen der Gemeinde Bastendorf und Fouhren. Kleine Gemeinden können die ständig wachsenden Anforderungen nicht mehr alleine tragen. Die Gemeinde Bastendorf baute gemeinsam mit der Gemeinde Fouhren im Rahmen eines interkommunalen Syn dikats den neuen Sport- und Schulkomplex in Tandel. Im September 1999 wurde die Schule in Betrieb genommen und im Januar 2000 eingeweiht. Während des Baus kamen sich die Gemeinden näher. Zusammen mit dem Innenminister Michel Wolter kamen die verantwortlichen Politiker damals zu der Überzeugung, dass kleine Gemeinden mit ein paar hundert Einwohnern besser fusionie ren sollten. Ich unterstützte sofort Michel Wolters Fusionsideen, da ich von deren Nutzen überzeugt war. Es war einfacher die Gemeinden Bastendorf und Fouhren zusammenzulegen als wenn beide Gemeinden und das interkommunale Syndikat zusammen arbeiteten. Ab 2001 bereiteten wir die Fusion vor. Das entsprechende Gesetz trat im Dezember 2004 in Kraft.

Echo:

Wie denken Sie allgemein über Fusionen und deren Nutzen?

Ali Kaes:

Wir optierten in Hinblick auf den Pacte logement für den Zeitraum von 2003 bis 2013. Die Gemeinde erhält für die ersten 5 Jahre rund 503.000 Euro. Bastendorf oder Fouhren hätten alleine meist einen geringeren Wachstum als die erfordlichen 30 Einwohner pro Jahr und daher kein Geld erhalten. Dank der Fusion beziehen wir über den Pacte logement insgesamt mehr als eine Million Euro als Fördergelder. Seit der Fusion weist die Gemeinde ein jährliches Wachstum von weit mehr als 30 Einwohner auf. Unsere bestehende Maison Relais könnte als interkommunales Projekt funktionieren. Der Neubau der Maison Relais mit Kindergarten und Vorschule kostet jedoch bis zu 9 Millionen Euro. Wir haben für den Neubau dank der Fusion noch 3 Millionen Euro sowie rund 3 Millionen an Fördergelder nebst etwa einer Million vom Pacte logement. Ohne dieses Geld wäre dieses Projekt nicht realisierbar. Der Bau hätte dann aus Geldmangel auch nicht als interkommunales Projekt realisiert weden können. Ohne eine gewisse Mindestgröße kann keine Gemein de mehr alle Anforderungen und Wünsche der Bürger nach zusätzlichen Infrastrukturen wie zum Beispiel Spielplätzen erfüllen. Der Unterhalt von Strassen, Kanal und anderen Infrastrukturen kostet ja auch noch Geld. Rund 1.700 Einwohner lebten im Dezember 2008 in den 8 Dörfer unserer Gemeinde.

Echo:

Wie soll der grosse Neubau der Maison Relais mit Kindergarten und Vorschule konkret aussehen?

Ali Kaes:

Im Gebäude wird es 7 Klassenräume für Kindergarteund Vorschule samt den dazu gehörenden sanitären Anlagegeben. In einer komplett ausgestatteten Küche soll den Kindern ein ausgewogenes Mittagsesseangeboten werden. Die Gemeinde legt grossen Wert auf die Zubereitung hochwertiger Nahrungsmittel, am besten aus Bio-Produkten. DiRäume sind so gross, dass Personal, Kinder und möglicherweise auch deren Eltern mittags doressen können. Diese Details sind aber noch zu klären. Die Architekten dimensionierten das Gebäude für eine Kapazität bis zu 200 Kindern. Diese Räume befinden sich im Erdgeschoss. Das Obergeschoss besteht aus einem grossen Saal mit mobilen Wänden zur Unterteilung des Raums. Hier können nach dem Entfernen der Wände größere Veranstaltungen statt finden. Psychomotorisch behinderte Kinder werden hier ebensfalls durch das Fachpersonal der Struktur „Am Gläichgewiicht“ auf einem 8 mal 8 Meter grossen Luftkissen betreut, dem sogenannten Air-Tramp.

Echo:

Was waren für Sie die wichtigsten Projekte der letzten Jahre?

Ali Kaes:

Vor allem der Bau der neuen Schule sowie die neue Maison Relais sind unsere bedeutendsten Projekte. Wir setzen schon seit Jahren auf alternative Energien. Die Gemeinde nutzte die erste interkommunale Holzhackschnitzelheizanlage, um die Schule zu heizen. Sie wird auch den neuen Anbau mit Wärme beliefern. Eine weitere HolzFernwärmeheizung beliefert mehrere Gebäude der Gemeinde nebst Privathäusern in Fouhren mit Wärme. Ein Landwirt aus Landscheid betreibt mit der Gemeinde eine weitere Anlage dieser Art, welche die Dorfkirche heizt. Der 360 ha grosse Gemeindewald dient zur Herstellung der benötigten Holzhackschnitzel. Eine weitere Holzheizung wird bald Rathaus, Kirche und andere Gebäude in Bastendorf mit Wärme versorgen. Wir installieren auf den Dächern der Sporthalle und Schule Photovoltaïkanlagen. In eibis zwei Jahren werden fast all unsere Abwasserkanäle und Strassen in einem guten Zustand sein. Eine performante Kläranlage sammelt iBleesbruck die Abwässer mehrerer Gemeinden. Das Abwassersyndikat SIDEN, dem 42 Gemeinden angehören, betreibt die Kläranlage.

Echo:

Was für eine Rolle spielt die Nordstadt für Ihre Gemeinde?

Ali Kaes:

Auf politischer Ebene spielt sie noch keine Rolle, da sie ja noch nicht politisch funktionsfähig ist. Unsere Bürger tätigen ihre Einkäufe in der Nordstadt, erledigen dort Behördengänge oder arbeiten dort in Betrieben. Im Rahmen der Entwicklung der zukünftigen Nordstadt werden noch weitere Behörden aus der Hauptstadt dort Aussenstellen einrichten. Die Kinder der Gemeinde Tandel haben den Vorteil, dass ihre Grundschule, sowie die Lyzeen, so zum Beispiel Hotelschule, technisches sowie klassisches Lyzeum und in naher Zukunft auch die Ackerbauschule, sich in einer Entfernung von nur etwa drei Kilometer befinden. Unsere Jugendliche besuchen ebenfalls das Musikkonservatorium in der Nordstadt.

Echo:

Wie entwickeln sich Gewerbe und Industrie in der Gemeinde Tandel?

Ali Kaes:

Auf Friedhaff entsteht eine neue Zone für Betriebe der Nordstadt. Wir sind natürlich daran interessiert, unsere eigene AktivitätsZone für Betriebe anzulegen. Gemeinsam mit der Gemeinde Bourscheid denkt die Gemeinde Tandel über eine neue interkommunale Zone dieser Art nach. Es gibt heute schon viele Arbeitsplätze in der Gemeinde Tandel. Es bestehen zum Beispiel in drei sozialen Strukturen im Dorfkern von Bastendorf bereits rund 40 Arbeitsplätze. Dies beweist, dass auch kleine Betriebe und Strukturen neue Arbeitsplätze schaffen.

Echo:

Wie wird sich die Gemeinde Tandel in Zukunft weiter entwickeln?

Ali Kaes:

Unsere Gemeindbraucht keine Angst vor der Zukunft zu haben. Neben den obegenannten Projekten wird eine neue Halle für die technischeDienste der Gemeinde gebaut. Längerfristig folgen weitere Räumfür die technischen Dienste und Feuerwehr. Zusammen mit demNaturpark Our entsteht eine „Ecole du Goût“ in Brandenburg, die unteanderem der Jugend in Arbeitsgruppen praktisch den Wert von hochwertiger und ausgeglichener Kost vermitteln soll. Ferner richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Modernisierung der Wasserbehälte einzelner Dörfer. Eine weitere Brunnenbohrung wird die Gemeinde etwas unabhängiger von der interkom munalen Trinkwasserversorgung machen.

Administration communale de Tandel

BP 141 - L-9202 Diekirch
Tel: 80 380 320
Fax: 80 26 65
Email: secretariat@tandel.lu
www.tandel.lu

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