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Rambrouch - Gemeinde am Obersauer-Stausee Imprimer Envoyer

Tags: Bourgmestre | Rambruch

Magazine Echo 2009-3

commune-de-rambrouch

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Echo:

Könnten Sie sich den Lesern kurz vorstellen?

Antoine Rodesch:

Ich wurde 1954 in Arsdorf geboren, bin verheiratet und Vater von zwei inzwischen schon erwachsenen Kindern. Ich bin Landwirt. Meine diesbezüglichen Tätigkeit mußte ich allerdings aufgrund meiner doch sehr zeitaufwendigen Arbeit als Bürgermeister stark einschränken. Wir sind eine Fusionsgemeinde, weshalb meine Tätigkeit als Bürgermeister schon beinahe eine Vollzeitbeschäftigung ist. Mir macht das Bürgermeisteramt aber sehr viel Spaß.

Echo:

Wie ist die Fusionsgemeinde Rambrouch entstanden?

Antoine Rodesch:

Nach dem Gesetz von 1978 waren wir die zweite Gemeinde des Landes, die den Fusionsweg beschritt. Zu der fusionierten Gemeinde gehören die Orte Arsdorf, Bilsdorf, Bigonville, Bigonville-Moulin, Bigonville-Poteau, Eschette, Flatzbour, Folschette, Haut- Martelange, Holtz, Hostert, Koetschette, Perle, Rambrouch, Riesenhof, RombachMartelange und Wolwelange. Daraus wurde die Großgemeinde Rambrouch. Anfangs war dies natürlich mit einigen Schwierigkeiten verbunden, hat sich mittlerweile aber beruhigt. Die großen Aufgaben der Gemeinde

Echo:

Was ist typisch für die Gemeinde Rambrouch?

Antoine Rodesch:

Die Gemeinde Rambrouch liegt an der Grenze zwischen dem Ösling und dem Gutland. Ein Teil der Gemeinde ist deshalb mehr Richtung Norden orientiert, andere Teile der Gemeinde mehr durch den Süden geprägt. Die Bürger der nördlichen Dörfer waren früher hauptsächlich in der Landwirtschaft tätig und die Bürger der südlicheren Gemeinden häufig Arbeiter. Heutzutage ist das aber anders, denn die Landwirtschaft ist rückläufig. Inzwischen kann man die Mischung der Einwohner als homogen bezeichnen.

Echo:

Welche Projekte waren in den letzten Jahren für die Gemeinde besonders wichtig?

Antoine Rodesch:

Das wichtigste Projekt war sicherlich die Zentralschule in Koetschette. Die Zentralschule wurde mittlerweile 6 mal ausgebaut. Als die Schule gebaut wurde, gab es dort gerade mal 200 Schüler. Zur Zeit besuchen schon 400 Schüler die Zentralschule. Eine Kantine wurde in die Schule integriert. Sie ist bei den Schülern sehr beliebt. In der nächsten Zeit werden wir unsere Maison Relais weiter ausbauen. Die Gemeinde wächst und wächst, was ein gutes Zeichen ist. Anfang der 80er Jahre wurde eine Schule zum aktuellen Gemeindehaus umgebaut. Seither wurde nichts mehr verändert. Das heißt, dass wir uns noch immer auf dem Stand von 1980 befinden. Das Gemeindehaus ist nicht mehr groß genug, so dass ein neues Gebäude errichtet werden muß.

Echo:

Wie steht es eigentlich um die Infrastrukturen der Gemeinde?

Antoine Rodesch: Das ist ein ganz wichtiges Thema. Unsere Gemeinde besteht aus 13 verschiedenen Ortschaften mit mehr als 13 Kläranlagen. Wir erstellten einen Plan, um die Klärung der Abwässer mit insgesamt nur noch 5 Kläranlagen besser in den Griff zu kriegen. Unsere jetzigen Kläranlagen sind veraltet. Nur die Kläranlagen in Bilsdorf, Eschette und in Rombach-Martelingen (internationale Anlage) sind moderner. Die Kläranlage von Bilsdorf ist aber mittlerweile nicht mehr groß genug.

Echo:

Wie sieht es in der Gemeinde Rambrouch mit den Arbeitsplätzen aus?

Antoine Rodesch:

In unserer Industriezone wurden über 400 neue Arbeitsplätze geschaffen. Dort arbeiten aber nicht sehr viele Bürger aus der Gemeinde. Die meisten Bürger unserer Gemeinde arbeiten zum Beispiel in der Stadt Luxemburg, im Minette oder in Colmar-Berg.

Echo:

Wie sieht der öffentliche Personentransport aus?

Antoine Rodesch:

Der öffentliche Personenverkehr ist in unserer Gemeinde halbwegs gut. Es hat in jüngster Zeit sehr viele Verbesserungen im öffentlichen Personentransport gegeben. Natürlich ist der öffentliche Transport kein Taxiservice und kann deshalb niemals für alle Bürger optimal werden. Arbeitszeiten sind heute sehr unterschiedlich. Daran wurde der öffentliche Transport verständlicherweise nicht angepaßt. Deshalb bevorzugen viele Bürger nach wie vor das Auto. Wenn Bürger mit dem Bus und Zug von Perlé nach Luxemburg fahren müssen, ist dies sehr zeitaufwendig. Die Bürger von Perle fahren zum Arlo ner Bahnhof, wo sie in den Zug Richtung Stadt Luxemburg steigen. Wenn wir über Europa sprechen, so sind noch immer Grenzen im Bereich des öffentlichen Transports sichtbar. Für viele Bürger wäre eine bessere Organisation des öffentlichen Transports über die Grenzen hinaus ein Segen.

Echo:

Wie funktioniert die Zusammenarbeit über die Grenze hinaus?

Antoine Rodesch:

Der Kontakt über die Grenze hinaus ist sehr gut und wird durch regelmäßige gemeinsame Projekte noch intensiviert. So sind wir beispielsweise bemüht, dass die Kinder die französische Sprache genauso gut wie die luxemburgische Sprache lernen. Dieses Projekt heißt Pappalapapp. Ein anderes gemeinsames Projekt betrifft die Kläranlagen und grenz überschreitende Kanäle. Vieles hat sich verbessert. Die Ortschaft Martelingen ist sozusagen durch die Grenze getrennt. Kirche und Friedhof des Ortes befinden sich auf belgischer Seite. Die luxemburgischen Bürger haben aber das Recht, auf der belgischen Seite beerdigt zu werden. Das ist auch eines unserer Projekte. Dialog zwischen den luxemburgischen und belgischen Gemeinden ist äußerst wichtig.

Echo:

Welche Rolle spielen Stausee und Tourismus?

Antoine Rodesch:

Für einen Teil der Gemeinde spielt der Stausee eine gewisse Rolle. Die nah am Stausee liegenden Dörfer haben natürlich einen anderen Bezug zum See als weiter entfernte Dörfer. Der Tourismus spielt hauptsächlich in den Orten nahe des Stausees eine Rolle. Die anderen Dörfer hatten dagegen nie viel damit zu tun.

Echo:

Auf der einen Seite ist der Stausee für Freizeit und Tourismus interessant, auf der anderen Seite gibt es natürlich den Trinkwasserschutz und die dazugehörigen Vorschriften. Entstehen dadurch Einschränkungen für die Gemeinde Rambrouch?

Antoine Rodesch:

Der Stausee ist in verschiedene Zonen eingeteilt. Es gibt gewisse Vorschriften und Tätigkeitsgebiete wurden eingeschränkt. Wäre der Stausee ein kommerzieller Betrieb, hätten die umliegenden Gemeinden etwas davon. Dies ist aber nicht der Fall, da der Stausee dem Staat gehört und so keine Steuern erhoben werden. Ein staatliches Kasino, wie in Mondorf, rentiert sich dagegen auch für die jeweilige Gemeinde. Den Gemeinden am Stausee geht es im Vergleich dazu nicht so gut. Das ist eben so. Deshalb sind wir der Meinung, dass es diesbezüglich einen Nachholbedarf gibt

Echo:

Sind Gewerbe- oder Industriezonen am Stausee möglich?

Antoine Rodesch:

Bei den Orten direkt am Stausse ist dies nicht möglich. In bestimmten Zonen um den Stausee sind gewerbliche Ansiedlungen nicht machbar. Der Naturschutz steht im Vordergrund.

Echo:

Wie wird sich Ihrer Meinung nach die Gemeinde Rambrouch zukünftig entwickeln?

Antoine Rodesch:

Die großen Leitlinien für die nächsten Jahre sind die Infrastrukturen. Es gibt vor allem bei der Wasserversorgung einen Nachholbedarf, insbesondere in Perlé. Die Anzahl der Einwohner nahm in Perlé stark zu. Der Bau eines neuen großen Wasserbehälter ist deshalb schon in Planung. Auch in anderen Ortschaften unserer Gemeinde muss bald die Wasserversorgung verbessert werden. In einigen Orten wurden diese Arbeiten bereits abgeschlossen.

Echo:

Gibt es noch einen Punkt, zu dem Sie etwas sagen möchten?

Antoine Rodesch:

Die weitere Entwicklung unserer Gemeinde sehe ich sehr positiv. Es gibt immer mehr Bürger, die in unserer Gemeinde wohnen möchten. Das liegt auch an der stimmigen Lebensqualität innerhalb der Gemeinde. Wir leben hier im ländlichen Raum und sind aber dennoch nicht weit von den großen Zentren entfernt. In den 80er Jahren hat es die Bürger noch mehr in die großen Zentren gezogen. Jetzt geht der Trend wieder in die and ere Richtung

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