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Bettendorfer Bürgermeister Albert Back über die Entwicklung der idyllischen Gemeinde Imprimer Envoyer

Tags: Bettendorf | Bourgmestre

Magazine Echo 2009-6

36_39_bettendorf

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Idylle am Ufer der Sauer.

Echo sprach mit dem Bettendorfer Bürgermeister Albert Back über die Entwicklung der idyllischen Gemeinde an der Sauer im Zusammenhang mit der fortschreitenden Konkretisierung der Nordstad.

Echo:

Könnten Sie sich den Lesern als Bürgermeister kurz vorstellen?

Albert Back:

Ich wurde im Dezember 2005 zum Bettendorfer Bürgermeister vereidigt. Im Januar 2006 begann unsere Arbeit. Zum Beispiel stellten wir als eine der ersten Amtshandlungen Gemeinde- und Schöffenrat neu zusammen. Insgesamt neun Personen sind im Gemeinderat. Das Gemeindepersonal besteht zur Zeit aus 4 Gemeindebeamten. Ab 1. Juni gesellt sich ein neuer Gemeindebeamter dazu. Die technischen Dienste der Gemeinde bestehen aus 9 Leuten. Wir versuchen die Gemeindearbeit so gut wie möglich zu bewältigen.

Echo:

Was ist typisch für die Gemeinde Bettendorf?

Albert Back:

Unsere Gemeinde besteht aus den drei Dörfern Bettendorf, Moestroff und Gilsdorf sowie mehreren Weilern und Höfen. 1827 entstand die Gemeinde Bettendorf in ihrer heutigen Zusammensetzung. Ende Dezember lebten hier insgesamt 2.611 Einwohnern, davon rund 40 Prozent ausländische Mitbürger.Das heutige Gemeindehaus wurde 1956/57 im Zentrum von Bettendorf erbaut. 1989/90 wurde das Gemeindehaus umgebaut.Von 1994 bis 1998 wurden wichtige Umänderungen am Gemeindehaus und an den Schulgebäuden vorgenommen. Unsere Gemeinde gehört wie die Gemeinden Colmar-Berg, Schieren, Erpeldingen, Ettelbrück und Diekirch zur Nordstad. Die Gemeinde Bettendorf befindet sich sozusagen am äußersten Zipfel der Nordstad. Hier gibt es keine Industriezone und es ist auch keine Zone geplant. In unserer Gemeinde existieren zwei Campings. Ein Camping gehört der Gemeinde. Hier gibt es 30 kleinere Betriebe, zumeist Handwerksbetriebe sowie zwei Schlösser. Beide Schlösser sind noch bewohnt. Das Bettendorfer Schloss gehört einer charismatischen Gruppe. Das Moestroffer Schloss befindet sich in Privatbesitz. Der Masterplan stellt für die Nordstad den Kern der Entwicklungsplanung dar und schafft eine solide Handlungsgrundlage für komplexe Planungsaufgaben. In ihm hält eine Analyse über den Siedlungsraum auf dem Territorium der Nordstad von Colmar- Berg bis Bettendorf konkrete Leitprojekte sowie die Formulierung von Zielen und Zukunftsbildern fest, die als verbindliche Grundorientierung für die Entwicklung der Nordstad gelten werden.

Echo:

Liegt Bettendorf mit seinen grossen Wäldern im deutschluxemburgischen Naturpark?

Albert Back:

Das Territorium der Gemeinde erstreckt sich über 2.324 ha und teilweise im deutsch-luxemburgischen Naturpark. Die Gemeinde ist zu einem Drittel bewaldet. Der Gemeindewald Bettendorf bedeckt 11 Prozent der Gemeindefläche. Die Bewirtschaftung der Gemeindeund Staatswälder erfolgt durch die Forstverwaltung. Die Gemeinde Bettendorf gehört dem Forstrevier Diekirch an. In der Gemeinde Bettendorf befinden sich fünf verschiedene Jagdlose.Die häufigsten Wildarten sind Reh, Fuchs und Wildschwein. Seit einigen Jahren leben hier wieder Dachse. Die Bestände an Niederwildarten wie Hase oder Kaninchen sowie die Bestände an Greifvögel wie Habicht, Eule und Bussard sind in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Hirsche durchziehen unsere Wälder. Leider können wir sie nicht als Standwild bezeichnen. Fasan und Rebhuhn kommen seit einigen Jahren wegen der Zerstörung ihrer Lebensräume ( Hecken) nicht mehr bei uns vor. Wasserwild wie zum Beispiel Stockenten ist auf der Sauer häufig anzutreffen. Marder werden in unseren Ortschaften immer mehr zur Plage.

Echo:

Was hat es mit dem Sandstein aus Gilsdorf auf sich?

Albert Back:

Die Steinbrüche in Gilsdorf und Bettendorf waren über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus bekannt und von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Die Adolphe-Brücke, Sparkasse und Kathedrale in Luxemburg sowie die Echternacher Basilika wurden teilweise mit Gilsdorfer Sandstein gebaut. Nach dem ersten Weltkrieg kamen italienische Steinmetze in unsere Dörfer, um in den Steinbrüchen zu arbeiten. Bis zur Stilllegung der Eisenbahnstrecke Diekirch-Echternach im Jahre 1964 waren in Gilsdorf eine Haltestelle und in Bettendorf ein Bahnhof in Betrieb, wo nebst dem Personennahverkehr auch Güter und Steine verladen wurden. In Bettendorf wurde einst Gips abgebaut. In Gilsdorf betreibt die Carrières Feidt noch einen Steinbruch. Unsere Gemeinde ist dabei, die Gebäude in den still gelegten Bettendorfer Steinbrüchen zu renovieren.

Echo:

Welche Gemeindeprojekte hatten für Sie als Bürgermeister die größte Bedeutung?

Albert Back:

Für mich besonders wichtig ist es, den Wohnungs- und Häuserbau zu fördern, die Lebensqualität stetig zu verbessern, das Straßennetz zu erneuern, die Wasserversorgung zu garantieren, die Qualität des Wassers stetig zu verbessern sowie Freizeitgestaltung und Kultur zu stärken. Unsere Gemeinde beteiligt sich am Pacte Logement. Zur Zeit besitzt die Gemeinde eine 2007 eingeweihte Schule in Bettendorf und eine Schule in Gilsdorf. 212 schulpflichtige Kinder besuchen den Primärschulunterricht und 59 Kinder den Kindergarten. Ferner gibt es eine Kindertagesstätte und seit dem 1. März den „Cheque-Service“. In nächster Zukunft wird das Projekt einer Maison Relais realisiert.

Echo:

Befürworten Sie Gemeindefusionen?

Albert Back:

Wir gehören zur Nordstad. Fusionsgespräche konnten wir daher nicht führen. Es gab einst die Idee, möglicherweise mit Reisdorf zu fusionieren. Dann hätte die Nordstad aber plötzlich bis Dillingen gereicht. Es gab also gute Gründe, davon Abstand zu nehmen. Der Fusionsgedanke ist in Luxemburg sehr populär geworden. Wenn kleinere Gemeinden sich zusammen schließen, kann das sehr positive Auswirkungen haben. Wichtig ist dabei eine gute Zusammenarbeit. Es muss einfach passen. Fusionen sind für unsere Gemeinde aber kein Thema mehr.

Echo:

Wie sieht es in Bettendorf mit Kulturvereinen aus?

Albert Back:

Wir sind eine kulturell aktive Gemeinde. In den drei Gemeinden Tandel- Reisdorf und Bettendorf wird unter anderem auch Klavierunterricht angeboten. Neben den Musikgesellschaften aus Gilsdorf und Bettendorf hat jedes Dorf einen eigenständigen Gesangsverein.

Echo:

Wie sieht es mit Sportvereinen in Bettendorf aus?

Albert Back:

Ein aktiver „Syndicat d’Initiative et du Tourisme“, zwei Jugendvereine nebst Gemeindekommissionen und portugiesischen Vereinigungen im sportlichen und kulturellen Bereich vervollständigen das Gemeindebild. Es gibt zahlreiche Sportvereine, wie zum Beispiel den Gilsdorfer Fussballverein. Tischtennis, Aikido und ein Turnverein gehören zum Angebot. Bei der Jugend ist das Mannschaftsspiel Indiaca sehr beliebt. Diese Sportart ist im Süden des Landes nahezu unbekannt. Indiaca ist eine immer mehr Anhänger gewinnende Sportart. Zu unserer Gemeinde gehört eine für Radfahrer geeignete Uferpromenade. Auch Wanderer fühlen sich in unserer Mitte wohl. Gut markierte Wanderwege verbinden die drei Dörfer. Grenzüberschreitend sei die „Promenade du Souvenir“ als Erinnerung an den zweiten Weltkrieg zu erwähnen. Der nach einem Vordenker der Nordstad benannte „Sentier Adrien Ries“ verbindet sechs Gemeinden miteinander. Seit Jahren organisiert der Wanderverein „La Sure“ im Frühjahr eine Mittwochswanderung und im späten Herbst eine Sonntagswanderung. 2009 ist es die 35. Auflage der Mittwochswanderung.

Echo:

Wie sieht es mit dem Hochwasserschutz in der Gemeinde Bettendorf aus?

Albert Back:

1993 wurden Gilsdorf und Bettendorf von einem Jahrhunderthochwasser heim gesucht. Viele Häuser standen tagelang unter Wasser. Ganze Straßenzüge waren unpassierbar. 1995 trat die Sauer wieder über die Ufer. Hochwasserschutzmaßnahmen wurden realisiert und trugen bald Früchte zum Wohle unserer Einwohner. Seit damals ereignete sich in Bettendorf keine größere Hochwasserkatastrophe mehr.

Echo:

Wie wirkt sich die aktuelle Wirtschaftskrise auf die Gemeinden der Nordstad aus?

Albert Back:

Die Gemeinden brauchen noch die verbindliche Zusage der Regierung, dass die organisatorischen und finanziellen Mittel auch vorgesehen werden, um Schritt für Schritt die Gemeinden bei der Gestaltung der Nordstad zu unterstützen. Erst dann kann, wie Innenminister Jean- Marie Halsdorf dies einmal formulierte, aus der geplanten Nordstad eine reale Nordstad entstehen.Wie in der IVL-Studie empfohlen, sollen in den kommenden 15 bis 20 Jahren auf dem Territorium der Nordstad Wohnungen für rund 8.000 zusätzliche Bürger entstehen und circa 7.000 neue Arbeitsplätze angesiedelt werden. In diesem Zeitraum soll die Bevölkerung von den aktuellen rund 21.000 Einwohner auf 29.000 Einwohner wachsen. In Bettendorf entsteht im Ort „ Hinter den Zengen“ auf einem Hektar Land eine neue Siedlung mit 28 Wohneinheiten. Die erste Planungsphase des Projekts wurde bereits abgeschlossen. Es haben sich schon diesbezügliche Interessenten gemeldet.

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