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Grosbous - Umweltbewusstsein und Kooperation Imprimer Envoyer

Tags: Bourgmestre | Grosbous

Magazine Echo 2009-3

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Echo:

Könnten Sie sich als Bürgermeister kurz vorstellen?

Nico Simon:

1993 wurde im Dorf eine neue Mannschaft für die Wahlen im Jahre 1994 aufgestellt, zu der ich gehörte. Es ging damals darum, den alten Schöffenrat durch eine neue Mannschaft zu ersetzen. Dem voraus gingen Meinungsverschiedenheiten zwischen dem damaligen Bürgermeister sowie der Feuerwehr und dem Musikverein. Ich war in den 80er Jahren Präsident des Musikvereins und willigte daher ein, zu der neuen Mannschaft zu gehören. Seit 1994 bin ich zuerst zweiter Schöffe, dann erster Schöffe und nun in die- ser Legislationsperiode Bürgermeister geworden.

Echo:

Was ist typisch für die aktuelle Gemeindepolitik?

Nico Simon:

Seit 1994 wurden die Dienstwege drastisch verkürzt. Prozeduren zur Bearbeitung von Anträgen und der Erteilung von Genehmigungen usw nehmen im allgemeinen viel Zeit in Anspruch. Um dem gerecht zu werden, müssen die Gemeinden mehr Personal einstellen. Immer neue Gesetze müssen gelesen und bei der Arbeit berücksichtigt werden. Dies bedingt eine höhere Präsenz als früher.

Echo:

Wie sieht die Aktuelle Entwicklung der Gemeinde aus?

Nico Simon:

Die Gemeinde Grosbous besteht aus den Ortschaften Grosbous, Dellen und Lehrhof. Sie umfasst momentan 879 Einwohner. Dank neuer Grundstücke können wir wachsen. Aktuell verkaufen sich die Grundstücke wegen der allgemeifrüher. Wir haben noch Platz für etwa 60 Häuser. Grosbous ist zwar eine Schlafgemeinde, gehört aber zu den Dörfern mit den ältesten Vereinen landesweit. Die Feuerwehr oder der Musikverein bestehen schon über 150 Jahren, was die hohe Dynamik der lokalen Vereine beweist. Diese Dynamik hat allerdings in den letzten Jahren etwas abgenommen, da etliche neu Zugezogene sich dort weniger engagieren. Dies kann auf lange Sicht dazu führen, dass manche Vereine keine helfenden Mitglieder mehr finden.

Die lokale Feuerwehr wurde vom Umfeld der Schule aus in einen Neubau am Ortsausgang verlegt.

Der jetztige Standort der Schule und des Rathauses im Ortsinnern wird durch eine geplante Maison Relais im ehemaligen Gebäude der technischen Dienste der Gemeinde ergänzt. Wir kauften 40 Ar Wiese an dem Gebäude, um dort neue Parkplätze zu schaffen. Die Grundschule muss erweitert werden, da sie nicht genügend Platz mehr bietet. So befinden sich bald Schule und Maison relais direkt nebeneinander.

Echo:

Fühlen Sie sich als Gemeinde eher zur Nordstad oder zum Naturpark Obersauer hingezogen?

Nico Simon:

Wir sitzen aufgrund unserer Lage zusammen mit Mertzig und Feulen in einem Boot. Die Gemeindeväter tendieren zu einer Fusion mit Mertzig und Feulen, sind aber auch mit weiteren Dörfern im Gespräch, die sich auch beteiligen könnten. Es gab aber bei uns immer schon Kooperationen mit anderen Gemeinden. Wir sind Teil des Redinger Kantons und Mitglied in 12 Syndikaten wie zum Beispiel Siden oder Sicona. Dies betrifft beispielsweise das Redinger Schwimmbad, Altersheim, Industriezone, Kindertagesstätte, Musikschule, usw. Wir machten als Gemeinde die Erfahrung, dass eine kleine Gemeinde solche Projekte nicht alleine stemmen kann. Solche Projekte lassen sich nur in Kooperation mit anderen Gemeinden realisieren. In puncto Gemeindeverwaltung wird es schwieriger, allen Anforderungen gerecht zu werden, da immer mehr Anforderungen auf die Gemeinden zu kommen. In diesem Zusammenhang sei nur der zusätzliche Aufwand für die neuen biometrischen Pässe als Beispiel genannt. Von einem Gemeindesekretär wird daher sehr viel Fachwissen in verschiedenen Bereichen gefordert. Bei einer Fusion hingegen können sich die Gemeindesekretäre die Arbeit untereinander aufteilen und jeweils um bestimmte Bereiche kümmern, Die Gemeinde ist dann auch flexibler, falls ein Gemeindesekretär erkrankt. Bei kleinen Gemeinden sehen die Verantwortlichen schneller Löcher in der Strasse und andere Probleme, greifen dann direkter ein. Kleine Gemeinden brauchen angesichts der vielen Gesetze immer öfter einen Anwalt, wegen möglichen Klagen gegen die Gemeinde und der juristisch korrekten Ausarbeitung sowie Formulierung der Gemeindereglementierungen.

Echo:

Welche sind die wichtigsten Projekte der letzten Jahre?

Nico Simon:

Am wichtigsten sind die Infrastrukturen, da beispielsweise alle unsere Kläranlagen zu klein sind. Wir bremsen momentan den Zuwachs etwas, da unsere Kläranlagen bereits über 100 Einwohner mehr als vorgesehen verkraften müssen. Im Rahmen des SIDEN wird in Feulen eine neue Kläranlage für Grosbous, Feulen und Mertzig gebaut werden. Wegen der Zeit bis zum Erhalt der nötigen Genehmigungen sind wir aber bereits 4 Jahre im Rückstand. Widerstand von Seiten einzelner Landwirte verzögerte das Projekt und verhinderte den Bau eines Radweges entlang der Rohre. Weiterhin benötigen wir dringend einen Anschluss für unser neues Gasnetz. Wir warten nun aber beim Kläranlagenbau nicht bis in Feulen alle Genehmigungen vorliegen, sondern beginnen in Grosbous bereits mit dem Bau des Rückhaltebeckens und der Kanalrohrleitungen Richtung Feulen. Bis wir diese Infrastruturen fertig haben, werden in Feulen die benötigten Genehmigungen vorliegen. Eigentlich wollten wir am Anfang mit einem kleinen Heizkraftwerk unseren eigenen Strom und Wärme zum Heizen für das Dorf produzieren. Doch das Ministerium genehmigte nicht, dass alle neuen Häuser in unserer neuen Siedlung an das Fernwärmenetz angeschlossen werden müssten. Eine solche Anlage rentiert sich sonst nicht.

Echo:

Welche Rolle spielt der Naturschutz in Ihrer Gemeindepolitik?

Nico Simon:

Das Ende der 90er Jahre geschaffene Syndikat SICONA hat seinen Sitz in Grosbous und kennt sich genau mit den für Naturschutzaktionen benötigten Fördergeldern usw aus. Mit den Geldern kann man Tümpel renaturieren, um seltenen Pflanzen und Tieren ein neues Zuhause zu bieten. Wir haben bereits etliche solcher Projekte realisiert und werden noch weitere Aktionen starten.

Echo:

Wie gut funktioniert der öffentliche Personenverkehr in Ihrer Gemeinde?

Nico Simon:

Wir sind an dem Beckericher Modell beteiligt, wo die Busse im Stundentakt fahren. Die Hauptbusstrecke verläuft von Ettelbruck über Grosbous nach Redingen. Dies klappt sehr gut. Es gibt weiterhin den Late Night Bus, der auf einen Anruf hin beispielsweise Jugendliche zu einer Tanzveranstaltung fährt oder ältere Menschen abholt. Grosbous ist ein Verkehrsknotenpunkt. Daher muss die

Nico Simon:

Wir haben mehrere Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg besonders berücksichtigt werden.

Echo:

Hat Grosbous eigene Trinkwasserquellen?

eigene Trinkwasserquellen. Diese oberflächennahen Quellen können jedoch nach langem Regen leicht schmutziges Wasser aufweisen. Wir beauftragten ein Ingenieursbüro mit der Erarbeitung von Lösungen, um in solchen Fällen direkt handeln zu können. Unser Wasser wird zwar permanent durch Analysen überwacht, doch kann es immer mal in dem Zeitraum dazwischen sehr heftig regnen. Dann sorgen wir vor, indem der Wasserverbrauch teilweise durch anderes Trinkwasser gedeckt wird. Diese Quellen bieten eine gewisse Unabhängigkeit von der allgemeinen Wasserversorgung. Daher investieren wir auch regelmäßig in unser Wassernetz, um es gut zu warten und auszubauen.

Echo:

Wie sehen Sie die Zukunft der Gemeinde?

Nico Simon:

Grosbous wird eine Schlafgemeinde bleiben. Wir freuen uns über die Ansiedlung von Geschäften wie zum Beispiel der neuen Apotheke am Ortseingang. Die Apotheke ist wichtig für die medizinische Versorgung des Ortes. Weitere Geschäfte wie ein Verkaufspunkt beim Bäcker oder eine Bäckerei wären gut, damit ältere Menschen vor Ort einkaufen können. Industrieansiedlungen wird es aber im Ort nicht geben. Größere Betriebe gehören in die Industriezone des Redinger Kantons. Wir wollen als Dorf kontinuierlich aber langsam wachsen. So erh alten wir die gute Lebensqualität in un serem Dorf.

Commune de Grosbous

1, rue de Bastogne
L-9154 Grosbous
Tel: 838022
Fax: 838655
Email: secretariat@groussbus.lu
www.grosbous.lu

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