| Bissen - Moderner Gewerbestandort in zentraler Lage |
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Tags: Bissen
| Magazine Echo 2008-4 | |||
Echo: Könnten Sie sich dem Leser als Bürgermeister kurz vorstellen?Aloyse Bauer:Vor 8 Jahren kandidierte ich ein erstes Mal bei Gemeindewahlen, weil ich von einem Bekannten darum gebeten worden war – ganz aus eigenem Antrieb hätte ich diesen Schritt wohl nicht getan. In den 5 Jahren, in denen ich Gemeinderat war, wurden verschiedene Projekte in Angriff genommen, und weil man meiner Meinung nach etwas Angefangenes auch zu Ende bringen soll, kandidierte ich 2005 ein zweites Mal. Ich erhielt die meisten Stimmen und übernahm das Bürgermeisteramt. Echo: Was ist typisch für die Gemeinde Bissen?Aloyse Bauer:Was unsere Gemeinde auszeichnet ist u.a., dass wir geografisch gesehen genau in der Mitte des Landes liegen. Bissen ist seit jeher auch als Standort der „Neelfabrik“, heute ArcelorMittal, bekannt. Seit den 70er Jahren ist ebenfalls die Goodyear-Wireplant auf dem Territorium unserer Gemeinde beheimatet. Inzwischen ist zu anderen Betrieben, die im Ortskern von Bissen ansässig sind, eine 16 Hektar große Industriezone - Klengbuusbierg - hinzugekommen. In den letzten 3 Jahren haben sich hier 14 Betriebe niedergelassen, die die Grundstücke aufgrund eines Flächennutzungsrechts von 30 Jahren günstig erwerben konnten. Im Bau befindet sich die neue Luxlait- Fabrik, so dass Bissen demnächst auch Sitz der einzigen Luxemburger Molkerei wird. Es gibt in der Gemeinde natürlich noch einige Landwirte. Tourismus spielt in Bissen eigentlich keine Rolle – ich möchte aber darauf hinweisen, dass wir vor kurzem Wanderwege durch die Wälder von Bissen ausgeschildert haben. Außerdem verfügt Bissen über mehrere Restaurants, eine Bäckerei und einen kleinen Laden, so dass die Einwohner im Ort vieles für den alltäglichen Bedarf vorfinden. Echo: Ist Bissen dank der Gewerbezone keine Schlafgemeinde?Aloyse Bauer:Als Schlafgemeinde kann man Bissen nicht bezeichnen. Natürlich arbeiten nicht alle Einwohner in Bissen selber, aber Bissen ist auch tagsüber ein lebendiges Dorf. Wir versuchen, den Bürgern viele Möglichkeiten anzubieten, sich am Dorfleben zu beteiligen, und achten darauf, dass sowohl unseren älteren als auch jüngeren Einwohnern ein breites Angebot zur Verfügung steht. Echo: Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Projekte der letzten Jahre?Aloyse Bauer:Seit der Zeit, als ich im Gemeinderat anfing, wurden verschiedene Projekte, wie zum Beispiel den Bau der im vergangenen Juli eingeweihten Feuerwehrwache, in die Wege geleitet. Ein weiteres großes Projekt war das im Sommer 2006 eröffnete Jugendhaus. Bis dahin hatte die Jugend keinen Ort, wo sie sich hätte aufhalten können. Die Entstehung des neuen Gewerbegebietes in den letzen 4 Jahren und die Sicherstellung der Wasserversorgung waren andere, bedeutende Projekte. Einige Firmen, insbesondere auch Luxlait, haben einen hohen Wasserverbrauch. Wir hatten zwar das Glück, bis heute die Wasserversorgung der Gemeinde dank eigener Quellen gewähren zu können, doch wird Bissen demnächst über einen Wasserbehälter verfügen, der an das SEBES-Netz angeschlossen ist. Mit diesem Wasser werden ausschließlich Luxlait und die anderen Betriebe beliefert, die in der Gewerbezone „Klengbuusbierg“ ansässig sind. Am Herzen liegt uns weiterhin der Hochwasserschutz: Phase I und II sind hier abgeschlossen, aber die Umsetzung der dritten Phase steht noch aus. Das nächste Großprojekt wird anschließend der Bau einer Maison Relais sein. Seit Januar dieses Jahres funktioniert unsere Maison Relais, wo die Kinder aber in einem Teil des Schulgebäudes untergebracht sind. Deren Ausbaumöglichkeiten sind beschränkt, weshalb wir ein eigenes Haus einrichten werden. Im nächsten Jahr soll der bereits bestehende Park im Dorfkern erweitert werden. Die Einrichtung eines neuen Gemeindeateliers steht an. Wegen der hohen Energiekosten brauchen wir zum Heizen eine Holzschnitzelheizanlage, die in diesem Winter in Betrieb gehen soll. Bissen verfügt ja über 580 Hektar eigenen Wald, so dass wir diese Heizanlage mit eigenem Brennholz betreiben können. Und dann ist uns auch die Verwirklichung eines neuen PAGs wichtig, damit unser Dorf die Möglichkeit zum Wachsen behält. Echo: Was halten Sie von Gemeindefusionen?Aloyse Bauer:Im Gemeinderat haben wir noch nie über mögliche Fusionen geredet. Wir gehören der Nordstad nicht an, diese reicht nur bis Colmar-Berg... Momentan zählt Bissen bereits 2.800 Einwohner und es kommen in absehbarer Zeit noch weitere hinzu, so dass wir die 3.000- Einwohner- Grenze überschreiten werden. Ich habe aber prinzipiell nichts gegen Fusionen. Ob wir jedoch mit einer anderen Gemeinde fusionieren, hängt davon ab, ob die Strukturen zusammen passen. Ungefähr 80 Gemeinden im Land haben weniger Einwohner als unsere Gemeinde.Man sollte aber trotzdem nie nie sagen. Echo: Wie ist es um den Naturschutz in der Gemeinde Bissen bestellt?Aloyse Bauer:Wir wollen natürlich zum Naturschutz beitragen. Schließlich besitzt die Gemeinde relativ viel Wald, der mit dem PEFC-Label gekennzeichnet ist. Wir haben das Abkommen über Gen-freies Saatgut unterzeichnet. Seit einem Jahr beziehen wir auch Nova-Naturstrom. Wir haben eine Umweltkommission, die viele Projekte ausarbeitet. Eine Gemeinde sollte immer Vorreiter sein und mit gutem Beispiel voran gehen. Wir sind bei Sicona mit dabei und haben ein Rückhaltebecken gebaut sowie Obstbäume und Hecken gepflanzt. Ein kleiner Grillplatz und die Renaturierung von Weihern stehen zur Diskussion. Wichtig für den Naturschutz ist, dass Hecken stehen bleiben, wo die Vögel brüten können. Mit verschiedenen Landwirten wurden diesbezüglich Verträge abgeschlossen. Echo: Wie sehen Sie die Zukunft der Gemeinde Bissen?Aloyse Bauer:Die Nachfrage nach Bauland in Bissen ist extrem groß.Wenn viele Bürger in Bissen Arbeit finden, steigt automatisch auch der Bedarf an Wohnraum. Bei den heutigen, explodierenden Energiekosten können und wollen viele Bürger nicht mehr 50 oder sogar 100 Kilometer bis zum Arbeitsplatz fahren. An den derzeitigen hohen Baulandpreisen können wir aber leider nichts ändern. Es sollen in Bissen aber einige Häuser entstehen, in denen sozial schwächere Haushalten wie zum Beispiel allein stehende Mütter oder Senioren preiswerteren Wohnraum finden. In Bissen wächst die Bevölkerung zwar stetig, aber nicht zu stark an. Das soll auch so weiter gehen. Ein allzu schneller Bevölkerungswachstum ist ungünstig, da dann Einrichtungen wie Schulen schnell zu klein werden Administration communale de Bissen 1, rue des moulins• L-7784 BissenBP 25 • L-7703 Bissen Tel: 835003-1 • Fax: 859763 secretariat@bissen.lu www.bissen.lu
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