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Useldingen - Neues Rathaus in einer Burg mitten im Dorfkern Imprimer Envoyer

Tags: Bourgmestre | Useldingen

Magazine Echo 2008-6

Useldingen

 

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Wir sind stark im interkommunalen Bereich engagiert.

Echo sprach mit dem Useldinger Bürgermeister Pollo Bodem über das neue Rathaus in der Burg, kulturelle Entwicklungen und kontrolliertes Wachstum

Echo : Können Sie sich kurz vorstellen?

Pollo Bodem :

Ich bin 57 Jahre alt, verheiratet und habe 2 erwachsene Kinder. Seit 33 Jahren bin ich in der Gemeindepolitik tätig, davon 18 Jahre als erster Schöffe, 6 Jahre als Mitglied im Gemeinderat und seit dem Jahr 2000 als Bürgermeister. Dies ist eine interessante Tätigkeit, obwohl sehr arbeitsaufwendig. Seit meiner Jugend war ich bestrebt, mich in den Dienst der Bürger zu stellen. Das Bürgermeisteramt ist eine wunderbare Aufgabe.

Echo : Was ist typisch für die Gemeinde Useldingen

Pollo Bodem :

Die Gemeinde Useldingen bestand zu früheren Zeiten hauptsächlich aus Landwirten und Arbeitern. Das hat sich seit einiger Zeit geändert. Heute arbeiten viele Einwohner im Dienstleistungsbereich und in technischen Berufen. Zahlreiche Einwohner sind ebenfalls bei den umliegenden Industriebetrieben beschäftigt, so beispielweise in dem Bissener Drahtwerk oder beim Reifenhersteller Good Year in Colmar Berg. Zu früheren Zeiten fuhren viele Useldinger Einwohner sogar mit dem Zug bis ins Minette und arbeiteten dort in der Stahlindustrie. Typisch für die Gemeinde Useldingen ist vor allem natürlich die Burg. Wir sind gerade dabei in Zusammenarbeit mit Sites et Monuments hier eine touristische Attraktion zu bauen. Für die Blinden wurde auf dem Burggelände ein spezieller Blindenwanderweg angelegt, der im Jahre 2003 öffentlich vorgestellt wurde. Diese Aktion wurde sogar von der Unesco gefördert. Die Verlegung der Gemeindeverwaltung in die Villa der Burg war ausschlaggebend und förderte diese Idee, welche von der damaligen Kulturministerin Erna Hennicot-Schoepges vorgeschlagen wurde. Die Gemeinde Useldingen hat 1982 eine internationale Auszeichnung, den Prix Europa nostra für die gelungene Restauration unserer schönen alten Häuser erhalten. Diese Häuser stammen teilweise noch aus der Zeit der Kaiserin Maria-Theresia.

Echo : Was waren die wichtigsten Projekte der Gemeinde in den letzten Jahren?

Pollo Bodem :

Das wichtigste Projekt der letzten Jahre war der Bau einer Schule in den Jahren 2002/2003. Zu dieser neuen Schule gehört auch eine angebaute Sporthalle. Das war das größte Projekt, das wir als Gemeinde bisher realisieren konnten. Darauf sind wir stolz. Dieses Projekt war perfekt gelungen. Noch heute ist jeder begeistert, der die Schule sieht. Die angebaute Sporthalle ist recht groß und wird auch interkommunal genutzt. Zusätzlich zu unserer Schule haben wir noch eine neue Maison Relais. Der Neubau der Attertbrücke im Jahre 2006 war neben dem Bau einer hydroelektrischen Turbine im Attertbett ein weiteres interessantes Projekt. Diese Arbeiten wurden erst kürzlich abgeschlossen.

Echo : sieht es in der Gemeinde Useldingen mit den Infrastrukturen aus?

Pollo Bodem :

Die Straßen, das Kanal- und Wassernetz sind in gutem Zustand. Es wurde viel daran gearbeitet. Es laufen zur Zeit noch Projekte in Everlingen und Schandel. Sie beinhalten die Erneuerung der Kläranlage. Die Gemeinde Useldingen ist interkommunal sehr aktiv. Wir sind Teil einer Initative, die 10 Gemeinden umfasst. Es werden auch verschiedene kulturelle Aktivitäten zusammen organisiert.

Echo : es in Useldingen viel Gewerbe, zum Beispiel kleinere Betriebe?

Pollo Bodem :

Der größte Arbeitgeber in der Gemeinde ist die Farbenfabrik Robin. Dieser Betrieb läuft sehr gut und hat letztes Jahr ein komplett neues Gebäude eingeweiht. In Schandel gibt es noch einen größeren Elektrobetrieb. Dort werden zum Beispiel Masten für die Straßenbeleuchtung hergestellt. In Everlingen befindet sich ein Maschinenhallenkonstruktionsbetrieb.

Außerdem gibt es in Useldingen noch eine Boutique, einen Elektriker, Anstreicher und einige Cafés. Wir können uns aber mit Sicherheit nicht als Geschäftszentrum bezeichnen. Uns geht es diesbezüglich wie allen anderen Gemeinden rund herum. Alles hat sich zentralisiert.

Echo : Was sind die interessantesten Projekte der nächsten Jahre?

Pollo Bodem :

Eines der interessantesten Projekte der nächsten Jahre ist sicherlich die Umsetzung des PAG. Ganz wichtig ist natürlich der Abschluss der Bauten rund um die Burg. Die Gemeinde muß weiterhin im Bereich soziales Wohnen investieren. Diese Sozialwohnungen könnten in bereits bestehende Bausubstanzen integriert werden. Wir haben ein Haus, das dafür in Frage käme. Im großen und ganzen soll die Gemeinde sich nachhaltig entwickeln und für Touristen attraktiv werden.

Echo : : Was halten Sie von Gemeindefusionen?

Pollo Bodem :

Wir sind stark im interkommunalen Bereich engagiert und Mitglied in etlichen Syndikaten. Dies ist sehr sinnvoll. Wir beteiligen uns beispielsweise am gemeinsamen Redinger Schwimmbad und dem Altersheim, wo wir zehn Betten reserviert haben. Weiterhin gibt es eine interkommunale Kindertagesstätte, Industrie- und Gewerbezonen, SIDEC, SIDERO, DEA usw. An einer interkommunalen Musikschule sind wir ebenfalls beteiligt. Die zehn Gemeinden arbeiten sehr gut zusammen. Von der Karthographie her ist vorgesehen, dass Useldingen mit der Gemeinde Préitzerdaul näher zusammen arbeitet. Das machen wir aber sowieso schon, wie die gemeinsame Maison Relais zeigt. Was das Thema Fusionen betrifft, halte ich es mit dem Minister, der sagt, es soll zusammen wachsen, was zusammen gehört. Dies braucht seine Zeit. Wir wollen uns diesbezüglich nicht unter Druck setzen. Wir und die Gemeinde Préizerdaul werden auf jeden Fall weiterhin zusammen arbeiten. Zusammenarbeit ja, Fusion möglicherweise. Man muß zuerst mal wissen, wie die Bürger darüber denken

Echo : Wie sehen Sie die Zukunft der Gemeinde Useldingen?

Pollo Bodem :

Die Gemeinde Useldingen bietet ihren Bürgern eine sehr große Lebensqualität. Diese Lebensqualität lässt sich noch steigern. Useldingen liegt in einer schönen Landschaft. Die Bürger unserer Gemeinde haben eine positive Einstellung. Wir wollen natürlich auch wachsen, aber nur kontrolliert. Zur Zeit herrscht eine große Nachfrage nach Bauland in Useldingen. Viele auswärtige Bürger haben Interesse daran, sich zukünftig hier anzusiedeln. Wir werden mit Sicherheit dafür sorgen, dass wir unsere hohe Lebensqualität behalten. In unserer Gemeinde soll es keine Bevölkerungsexplosion geben. Wir stossen sonst sehr schnell an unsere Grenzen. Zuerst einmal müssen die notwendigen Infrastrukturen für einen kontrollierten Bevölkerungswachstum geschaffen werden. Wir arbeiten momentan daran. Das Kanalnetz wird noch fertig gestellt. Die zentrale Schule ist bereits vorhanden und bietet im Prinzip noch Erweiterungsmöglichkeiten. Unsere Kulturzentren sind erstklassig und groß genug. Für unsere Bürger ist das kulturelle Angebot momentan sehr gut. Wir können noch etliche Neubürger in unserer Gemeinde begrüßen, ohne dass wir unsere Natur zu bauen müßten. Unsere Gemeinde weiß, was sie will. Wir sind flexibel und wollen auch flexibel bleiben. In puncto Fusionen werden wir sehen, was die Zukunft mit sich bringt.

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2, rue de l'église
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