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Die Landesgartenschau Hemer beschert ihrer Stadt mit einem 23,5 Meter hohen Aussichtsturm Imprimer Envoyer

Tags: Hemer

Magazine Architecture & Bâtiment 2010-107

54-55

Jübergturm Hemer

Wahrzeichen der Landesgartenschau Hemer 2010, Nordrhein-Westfalen

Die Landesgartenschau Hemer beschert ihrer Stadt mit einem 23,5 Meter hohen Aussichtsturm auf dem Jüberg ein neues Wahrzeichen. Der nach nur neun Monaten Planungs- und Bauzeit fertig gestellte Turm, ein Hyperbolid aus geraden Holzstäben hatte im Wettbewerb 2008 den 2.Preis gewonnen und wurde in der Arbeitsgemeinschaft Birk und Heilmeyer Architekten BDA und Knippers Helbig Advanced Engineering, Stuttgart, entworfen, geplant und realisiert. Die offizielle Übergabe fand zur Eröffnung der Landesgartenschau am 17. April statt. Der Aussichtsturm ist ein Geschenk der Stiftung der Stadtsparkasse Hemer.

Der Aussichtsturm am Jüberg, weit sichtbar am Ende einer langen Treppen prominent positioniert, markiert den Endpunkt der Stadt und den Übergang in die Landschaft. Die sich nach oben weitende Form des Turms reagiert unmittelbar auf die örtlichen Begebenheiten mit bewaldetem Jüberg, städte baulicher Achse und 360 Grad Rund- umsicht.

Die Konstruktion des Bauwerks basiert auf dem Prinzip des Hyperboloids, das von Ingenieur Vladimir G. Suchov (1853 - 1939) vielfach für Stahlkonstruktionen angewendet wurde. Sie besteht aus einem Stabwerk aus Brettschichtholz (BSH) Lärche mit insgesamt 240 geraden Hölzern mit einem Querschnitt von 8 x 8 Zentimeter. Durch Schrägstellen zwei gegenläufi ger Stabebenen entsteht eine großmaschige Netzstruktur, bei dem lediglich das äußere, fi ligrane Stabwerk trägt. Auf weitere vertikale Elemente wie beispielsweise Stahlstützen oder aber einen zentralen Mast wurde konsequent verzichtet.

Das statische Modell des Turms ist eine eingespannte Röhre, deren maximale Belastung infolge der horizontalen Windkräfte an der Einspannstelle entsteht.Die Konstruktion ist über Stahlna- deln bis zu 6 Meter tief in den Felsuntergrund verankert. Oberhalb des Fundaments wird mit abnehmender Anzahl der Holzstäbe auch die Steifi gkeit des Turms von unten nach oben immer weiter reduziert. Entsprechend der abnehmenden Lasten weitet sich die Netzstruktur nach oben auf. Die Stabschar in der untersten Ebene bestehen aus sechs Einzelstäben, von denen im nächsten Abschnitt fünf weitergeführt werden, anschließend vier, drei und schließlich zwei Stäbe. Dadurch wird auf dem Weg nach oben stufenweise zunehmend mehr Aussicht in die Landschaft freigegeben und es entsteht auf den fünf Podesten durch das abnehmende Stabwerk jeweils eine eigene individuelle Atmosphäre.

Der Fuß des Turms ist mit rund sechs Metern entsprechend der Schneise im Wald schlank gehalten. Im Inneren der Struktur führen fünf gewendelte Treppenläufe aus Stahl mit insgesamt 125 Stufen auf die Aussichtsplattform in 23,5 Meter Höhe mit einem Durchmesser von neun Metern. Von dort bietet sich eine eindrucksvolle 360 Grad Rundumsicht .

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